Udo Stein nach Heavy24: „Das haut selbst mich vom Hocker“

Wieder Grund zum Jubeln in Heavyland. Warum die jüngsten Erfolge für Udo Stein und sein Team diesmal einen ganz besonderen Wert haben.

Chemnitz

So richtig abfeiern nach sportlichen Erfolgen – das verlernt man nie. So ist es auch bei Udo Stein, den nicht nur in Chemnitz, sondern in der gesamten Region die meisten Radsportler nicht nur dank seiner eigenen Fahrradmarke Stein-Bikes, sondern auch von unzähligen Rad-Events bestens kennen.

Zwei weitere Trophäen in der Vitrine

Das 20. Heavy24 liegt nun einige Tage zurück, doch die Eindrücke sind noch taufrisch. Wie die Wilden hatte die Truppe von FIT4STEIN-bikes nach Zieleinlauf gefeiert, denn erneut hatte man zwei Siegertrophäen vom „Heavyland“ mit nach Hause nehmen können. Sowohl das Sechser-Männerteam und das Mixed-Duo hatten sich gegen starke Konkurrenz durchgesetzt und feierte am Ende den Sieg.

„Das haut selbst mich vom Hocker. Wir mussten personell bedingt kurzfristig leider ein Zweierteam abmelden. Und im Sechser ist mit Nora Schultz eine Frau in der Männerwertung mitgefahren, „, erzählt Udo Stein. Umso wertvoller sind die diesjährigen Erfolge. Übrigens sind es die Pokale Nummer 23 und 24 beim Chemnitzer Kultrennen.

Erinnerungen an die Vollgaskurve nach dem Wildgatter

Das Heavy24 ist für Udo Stein mehr als nur ein Termin. „Es ist ein Lebensgefühl geworden“, unterstreicht er. Alle 20 Rennen hat er live miterlebt. Beim ersten Rennen, damals am 10. Juni 2007, startete er selbst noch als aktiver Fahrer. „Das war mein schönstes Rennen ever. Ich war damals sehr fit, die Euphorie hat uns über alle Tiefs getragen“, erinnert sich der 55-Jährige. Damals, so berichtet er mit einem breiten Grinsen, sei die die Strecke nach dem Wildgatter besonders spannend gewesen.

„Dort gab es immer eine Vollgaskurve, dann hieß es Kompression in die Gabel zu pumpen und den weiten Sprung über die Wurzeln zu meistern“, zeichnet er gedanklich die Strecke von Damals nach. Die Frauen und Männer von Stein-Bikes räumen in jedem Jahr ab, echte Lokalmatadoren eben. Besonders bei den Achterteams war man jahrelang fast unbezwingbar.

Vom aktiven Fahrer zum Teamchef

Udo Stein, der Unternehmer, der sich mit seiner Fahrradmarke einen echten Namen in der Radsportszene gemacht hat, nahm acht Mal selbst als Fahrer am Heavy24 teil. „Nach dem Heavy war immer direkt vor dem Heavy, doch irgendwann wollte ich meine Knochen schonen“, lacht er. Er wechselte schließlich die Rolle und betreut seitdem auf höchstem Niveau die Starter. Vor einigen Jahren wurde aus der Stein-Bikes-Crew das Team FIT4STEIN-Bikes und er bekam Verstärkung von Kai Winkler – bekannt als Chef des Chemnitzer European Peaceride.

„Wir haben eine perfekte Verbindung zueinander. Eine gute Mischung aus professioneller Teambetreuung und familiärem Zusammenhalt“, sagt Udo Stein. Das Heavy24, so betont er, sei aus Chemnitz nicht mehr wegzudenken. Es ist das „Heimrennen“ der hiesigen Radsportfreaks und auch Magnet für Fahrer, die den besonderen Kick suchen. „Es ist bezeichnend, dass so einer, wie Lukas Kaufmann dieses Jahr an den Start gegangen ist“, hebt er den Daumen.

45 Stein-Bikes im Heavy-Rennen

Zwischen Fahrerbetreuung, Analyse von Rundenzeiten, höchster Anspannung in der Wechselzone und dem technischen Support ist Udo Stein auch mit dem Zählen beschäftigt. „Es sind 45 Stein-Bike-Räder auf der Strecke“, sagt der Unternehmer stolz.

Und er ergänzt, dass es bei allen 20 Heavy24-Rennen nur drei schwerwiegende Pannen mit seinen hauseigenen Mountainbikes gegeben hat. „Auch wir haben uns weiterentwickelt. Früher sind einige mit Alu-Rädern an den Start gegangen, und es ging irgendwie auch“, sagt er.

24 Heavy24-Trophäen in der Vitrine

Udo Stein und Kai Winkler sind schon jetzt heiß darauf, sofort nach Meldestart wieder ihre Teams fürs 2027 anzumelden. „Ohne Heavy geht es nicht. Zur großen Motivation, hier immer ganz vorn zu landen, kommt eine große Portion Demut darüber, was wir hier alle machen dürfen“, unterstreicht er mit Nachdruck.

24 Heyva24-Trophäen stehen nun in der Vitrine, doch es sollen längst noch nicht die letzten sein.

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