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Vom Sonnenberg nach New York

Menschen Chemnitzer Künstler Jean Schmiedel schafft Durchbruch

Es dürfte zu den größten Ereignissen eines Künstlers gehören, wenn er die Möglichkeit bekommt, seine Werke in der Metropole New York auszustellen. Nichts weniger ist dem Chemnitzer Maler Jean Schmiedel nun gelungen: Seine großformatigen Bilder hängen in einer Galerie auf dem Broadway. "Der Galerist meinte zu mir, er habe Gänsehaut gehabt beim Auspacken meiner Werke", erzählt Jean Schmiedel. 20 Bilder hat er über den Atlantik geschickt und dafür bisher ausschließlich positive Resonanz bekommen, wie er sagt. "Wenn alles gut läuft, bekomme ich im Winter sogar eine Soloausstellung", so Schmiedel weiter.

Erfolg in Amerika über Facebook

Über das soziale Netzwerk Facebook sei der Galerist George Bergès auf den Chemnitzer aufmerksam geworden. Mittlerweile erreiche ihn Post aus den USA, in der er als neuer Lieblingskünstler betitelt wird. "Ich hatte es hier in der Stadt nie leicht mit meiner Kunst, weil sie sich nicht in jedes beliebige Wohnzimmer hängen lässt. Umso mehr freue ich mich jetzt über den Erfolg in Amerika", so Jean Schmiedel. Dabei sind seine Werke schon immer Hingucker gewesen: Meterhohe schwarze menschliche Köpfe mit aufgerissenen Augen und Mündern. Vögel, die sich mit ihren spitzen Schnäbeln an Lebewesen vergehen. Masken aus Keramik, mit scharfen kleinen Zähnen im Gesicht, die Respekt vermitteln sollen.

"Blumenbilder und schöne bunte Sachen können andere malen"

Die Bilder und Skulpturen sind allerdings teilweise recht gruselig anzuschauen, in einer Mischtechnik aus pechschwarzem Teer und Ölfarben entstanden. "Blumenbilder und schöne bunte Sachen können andere malen", so Jean Schmiedels Motto. Seine Werke sollen Geheimnisse sein und sich nicht auf den ersten Blick erschließen lassen. "Ein Bild muss etwas Mystisches haben. Was ich sofort erfasse, langweilt mich", erzählt der Chemnitzer, der Interessierte jederzeit gern in sein Atelier auf der Palmstraße einlädt.