Von Son Goku bis Ryan Gosling in der Chemnitzer City: Das plant die ShiroCo am Wochenende

Ein Wochenende voller Szene-Flair steht bevor. Dazu kommen bekannte Stimmen, Cosplay-Wettbewerbe und ein kleiner Hollywood-Effekt. Außerdem verlost BLICK.de 1 x 2 Tickets für Samstag.

Chemnitz

Wenn in Chemnitz plötzlich ein großer Hollywood-Name fällt, wirkt das im ersten Moment ungewöhnlich. Genau dieser Effekt sorgt rund um die ShiroCo 2026 derzeit für Aufmerksamkeit. Hinter der Überraschung steckt jedoch kein Filmdreh, sondern eine Convention, die im Juli wieder zahlreiche Besucher in die Stadthalle und das Carlowitz Congresscenter locken will.

Die ShiroCo kehrt im Juli nach Chemnitz zurück

Am 11. und 12. Juli findet die 4. ShiroCo in der Stadthalle Chemnitz und im Carlowitz Congresscenter statt. Die Anime- und Manga-Convention lädt damit erneut zu einem Wochenende ein, das sich ganz an Fans von Anime, Manga, Cosplay und Gaming richtet. Schon jetzt ist klar, dass die Veranstaltung wieder mehrere Programmpunkte und einiges an Szene-Flair nach Chemnitz bringt. Die Veranstalter kündigen zwei Tage voller Spaß, Spannung und Gemeinschaft mit Gleichgesinnten an.

Darum sorgt ein Gast für den Hollywood-Moment

Besonders im Fokus stehen aktuell die angekündigten Synchronsprecher. Mit dabei sind Max Felder, Sven Plate und Tommy Morgenstern. Vor allem ein Name sticht dabei auch über die Anime- und Manga-Szene hinaus hervor.

Tommy Morgenstern ist die deutsche Synchronstimme von Ryan Gosling. Genau deshalb bekommt die ShiroCo in Chemnitz gerade ihren kleinen Hollywood-Moment. Gleichzeitig ist Morgenstern im Anime-Bereich ebenfalls ein sehr bekannter Name.

Tommy Morgenstern bringt viele bekannte Rollen mit

Im Anime-Bereich ist Tommy Morgenstern unter anderem als Stimme von Son Goku aus „Dragon Ball Z“, „Dragon Ball GT“ und „Dragon Ball Super“ bekannt. Außerdem sprach er Rollen wie Kyojuro Rengoku in „Demon Slayer“, Ryomen Sukuna in „Jujutsu Kaisen“, Thorfinn in „Vinland Saga“ und Kouzuki Oden in „One Piece“.

Auch außerhalb von Anime ist seine Stimme vielen vertraut. Genannt werden Ryan Gosling, Chris Hemsworth, Benedict Cumberbatch, Norman Reedus, Ben McKenzie, Paul Wesley, Dominic Monaghan und T.J. Miller.

Auch Max Felder kommt nach Chemnitz

Mit Max Felder ist ein weiterer bekannter Synchronsprecher für die ShiroCo angekündigt. Zu seinen besonders bekannten Anime-Stimmen gehören Eren Jäger aus „Attack on Titan“, Lev Haiba aus „Haikyu!!“, Bartolomeo aus „One Piece“, Dietfried Bougainvillea aus „Violet Evergarden“, Kyou Souma aus „Fruits Basket“, Pegasus Seiya aus „Saint Seiya: Die Krieger des Zodiac“, Dispo aus „Dragon Ball Super“, Saphir aus „Pretty Guardian Sailor Moon Crystal“ und Professor Platan aus „Pokémon“.

Außerhalb von Anime ist Max Felder unter anderem als deutsche Stimme von Rupert Grint als Ron Weasley in „Harry Potter“, Taylor Lautner als Jacob Black in „Twilight“, Woo-shik Choi in „Parasite“, Nicholas Galitzine, Jack Quaid, Ronen Rubinstein, Richard Harmon, Tristan Mack Wilds, Agustín Bernasconi und Luke Kleintank bekannt.

Sven Plate ergänzt das Sprecher-Aufgebot

Mit Sven Plate kommt ein weiterer bekannter Gast nach Chemnitz. Zu den genannten Anime-Rollen zählen Gobta in „Meine Wiedergeburt als Schleim in einer anderen Welt“, Kage in „Ranking of Kings“, Chudelkin in „Sword Art Online: Alicization“, Jabbathe in „Vinland Saga“, Matsuda Heita in „Golden Kamuy“, Pesci in „JoJo‘s Bizarre Adventure: Golden Wind“ und Okta in „One Piece“.

Hinzu kommen bekannte Rollen außerhalb von Anime wie Wesley Crusher in „Star Trek“, Wil Wheaton in „The Big Bang Theory“ und Bugs Bunny in „Looney Tunes“.

Was Sven Plate an Conventions besonders schätzt

Für Sven Plate ist der direkte Kontakt mit Fans einer der schönsten Aspekte solcher Veranstaltungen. „Für mich ist es toll, mit den Fans in Kontakt zu kommen“, sagt der Synchronsprecher. Dabei erfährt er immer wieder, welche Bedeutung einzelne Serien und Figuren für Menschen haben. Einige erzählten ihm, dass sie eine Produktion durch schwierige Zeiten begleitet habe. Andere verbänden damit Erinnerungen an Kindheit oder Familie.

Den besonderen Reiz von Anime- und Manga-Conventions sieht er vor allem in der Offenheit der Community. Die Szene erlebe er als sehr freundlich und interessiert gegenüber Synchronsprechern. „Bei Anime-Charakteren ist man im Gegensatz dazu die ganze Person, wenn man es auf Deutsch schaut“, betont Plate.

Diese Begegnung ist ihm bis heute im Kopf geblieben

Eine Begegnung auf der Dokomi (die größte Anime- und Mangaconvention in Deutschland) hat sich Sven Plate besonders eingeprägt. Als er dort einem 15-jährigen Fan begegnete, flossen plötzlich die Tränen. „Es gab schon Frauen, die in Tränen ausgebrochen sind“, berichtet Plate. Der Moment mit dem Jugendlichen sei dennoch außergewöhnlich gewesen. „Aber wenn da ein 15-jähriger Junge mit seiner Mutter steht, ist das noch mal ein anderes Gefühl.“

Solche Momente zeigen für ihn, wie emotional die Verbindung zu Figuren und ihren deutschen Stimmen sein kann. „Es gibt immer Personen, die weinen oder zittern oder die Fotos machen“, schildert er.

Warum echte Stimmen für ihn unverzichtbar sind

Seit vielen Jahren arbeitet Sven Plate als Synchronsprecher und Synchronregisseur. Besonders schätzt er die kreative Seite seines Berufs. Gleichzeitig verweist er darauf, dass beim Synchronsprechen weit mehr gefragt ist als nur das Einsprechen von Text. Nach seiner Einschätzung wird oft unterschätzt, wie viel schauspielerische Arbeit dahintersteckt. Sprecher müssten innerhalb kürzester Zeit unterschiedlichste Emotionen glaubwürdig darstellen, schreien, weinen oder spontan zwischen Gefühlslagen wechseln. Dazu kämen technische Anforderungen wie Lippenbewegungen, Pausen, Sprechtempo und die genaue Anpassung an das Bild.

Klare Worte findet Plate beim Thema KI-generierte Stimmen. „Wir wollen natürliche Stimmen, wir wollen menschliche Stimmen und menschliche Emotionen“, betont er. Gerade in einer immer technologisierteren Welt hält er echte Stimmen und echte Emotionen für unverzichtbar.

Max Felder spricht über Traumrollen und Fanmomente

Auch Max Felder gibt vor der ShiroCo persönliche Einblicke. Unter all seinen Rollen bedeutet ihm eine besonders viel. Als er die Zusage erhielt, He-Man seine Stimme zu leihen, erfüllte sich für ihn ein Kindheitstraum. „He-Man ist für mich eine absolute Traumrolle und absolute Hommage an meine Kindheit“, sagt Felder. Der Druck habe ihn monatelang begleitet. Urlaube seien verschoben, private Termine abgesagt worden. „Ich habe da wirklich sehr, sehr viel für gegeben. Das war es mir aber auch absolut wert. Ich würde das jederzeit wieder machen.“

Für ihn ist Synchronsprechen eng mit Schauspiel und Technik verbunden. „Das Ganze basiert auf Schauspiel und auf einer sehr, sehr präzisen, sehr umfangreichen Technik.“ Gerade auf Conventions werde sichtbar, was seine Arbeit Menschen bedeutet. Besonders überraschend seien Momente, in denen Fans sich sein Autogramm tätowieren lassen.

Auch beim Thema KI findet Max Felder klare Worte

Beim Thema Künstliche Intelligenz wird auch Max Felder deutlich. Für ihn betrifft die Entwicklung nicht nur die Synchronbranche, sondern viele kreative Berufe. „Unsere Leistung und Arbeit wird geklaut“, sagt er. Was sich Künstler über Jahre aufgebaut hätten und womit sie ihr Geld verdienten, werde genutzt, um Systeme mit Künstlicher Intelligenz zu trainieren. „Das ist ein gesamtgesellschaftliches Problem.“

Technologischer Fortschritt sei grundsätzlich positiv und eröffne neue Möglichkeiten. Gleichzeitig müsse sich die Gesellschaft fragen, welchen Preis sie dafür zu zahlen bereit sei.

BibiNyan zeigt, was wirklich hinter Cosplay steckt

Zur ShiroCo kommen nicht nur bekannte Stimmen, sondern auch bekannte Gesichter aus der Cosplay-Szene. Eine von ihnen ist BibiNyan. Für sie steckt hinter dem Hobby weit mehr als nur Verkleiden.

„Ich habe mich schon immer gerne verkleidet. Als ich dann zum ersten Mal die Leipziger Buchmesse besucht hatte und andere Cosplayer sah, wollte ich es auch versuchen“, erzählt sie. An ihr erstes Kostüm erinnert sie sich noch genau. Damals schlüpfte sie in die Rolle von Serah aus „Final Fantasy 13 2“.

Wie viel Arbeit in einem Cosplay steckt, hängt laut ihr stark vom Projekt ab. Manche Kostüme entstünden in wenigen Tagen, andere über mehrere Wochen. Zu ihren aufwendigsten Arbeiten zählt Aphrodite aus dem Videospiel „Smite“. „Es war alles selbstgemacht und wir haben mehrere Wochen daran gesessen.“

Zwischen 100 und 300 Euro pro Kostüm

Auch finanziell kann das Hobby anspruchsvoll werden. Nach eigenen Angaben investiert BibiNyan durchschnittlich zwischen 100 und 300 Euro in ein Kostüm. Manche Projekte würden sogar deutlich teurer als geplant. Immer wieder werde Cosplay mit Fasching verglichen. Für sie greift das viel zu kurz. Hinter den Kostümen steckten Kreativität, handwerkliches Geschick und viel Liebe zum Detail. „Versuch es einfach, der Spaß zählt“, rät sie Anfängern. Auf keiner Convention fehlen dürften aus ihrer Sicht Haarspray, Sicherheitsnadeln und Lippgloss.

Das bietet die ShiroCo 2026 in Chemnitz

Das Programm der ShiroCo setzt 2026 auf viele klassische Convention-Bereiche. Geplant sind ein Cosplay-Wettbewerb, Workshops, ein Bühnenprogramm, eine Händlermeile, eine Gaming-Area, eine Artist Alley und ein Food Court. In den Workshops können Besucher unter anderem Manga zeichnen, Cosplay-Make-up oder japanische Tänze ausprobieren. Auf der Händlermeile sollen Merchandise-Artikel, Mangas, Figuren und weitere Produkte angeboten werden. Die Gaming-Area richtet sich an Besucher, die ihre Lieblingsvideospiele mit anderen Fans spielen oder an Turnieren teilnehmen möchten. In der Artist Alley werden Fanarts und Zeichnungen von Künstlern präsentiert.

So sieht das Programm am Samstag im Stadthallen-Saal aus

Im Stadthallen-Saal beginnt das Programm am Samstag, 11. Juli, mit der Eröffnung, moderiert von Vivien Faber und Lana Finn Marti, von 10.45 bis 11 Uhr.

Danach folgt von 11 bis 12.30 Uhr das Showkochen. Von 12.45 bis 13 Uhr läuft „Fast Hero Sixty“ mit der ersten Folge der dritten Staffel. Direkt im Anschluss beginnt von 13 bis 14.30 Uhr der Cosplaywettbewerb.

Von 14.45 bis 15.30 Uhr ist das „Nightmare Before Christmas“-Panel mit Patrick Keller und Alexander Goebel geplant. Danach folgt „Build Your Voice“, präsentiert von Philipp Süß und Max Felder, von 15.30 bis 17 Uhr. Die Siegerehrung des Cosplaywettbewerbs ist von 17 bis 17.15 Uhr angesetzt. Ab 17.30 Uhr läuft „Monster & Makronen, Das Setting-Off! Pen & Paper“ bis 19 Uhr.

Das läuft am Sonntag auf der Hauptbühne

Am Sonntag, 12. Juli, startet das Programm im Stadthallen-Saal von 11 bis 12.15 Uhr mit einem Gaming-Turnier mit Maxim und PixelViet.

Von 12.30 bis 13.45 Uhr steht erneut der Cosplaywettbewerb auf dem Plan. Danach folgt von 14 bis 15 Uhr ein Cosplay-Talk mit Smoetti, Keeti, lilly_time, Kaddi und Poetbastard.

Die Siegerehrung ist von 15.15 bis 15.45 Uhr vorgesehen. Direkt danach läuft von 15.45 bis 17.15 Uhr noch einmal „Monster & Makronen, Das Setting-Off! Pen & Paper“.

Auch im Carlowitz-Saal ist an beiden Tagen viel los

Neben dem Stadthallen-Saal ist auch der Carlowitz-Saal Teil des Programms. Am Samstag, 11. Juli, startet dort von 11 bis 11.45 Uhr Live-Zeichnen mit Rebecca Doodles.

Anschließend folgen das Anime-Quiz mit PixelViet und Ferus von 12 bis 13 Uhr, „Kontrollverlust“ von 13.30 bis 14.45 Uhr, die VocaLight Showgruppe von 15 bis 15.45 Uhr und das „Kaiju No. 8“-Panel mit Felix Kamin, Dirk Petrick, Jessica Rust und Flemming Stein von 16 bis 17 Uhr.

Danach stehen „Hair Cut“ mit Lana Finn Marti von 17.15 bis 18 Uhr und „JinXXX x Secretz“ als K-Pop Dance Cover von 18 bis 19 Uhr auf dem Programm.

Diese Punkte stehen am Sonntag im Carlowitz-Saal an

Am Sonntag, 12. Juli, läuft dort von 10.45 bis 11.45 Uhr das „Spy x Family“-Panel mit Dirk Petrick, Lana Finn Marti, Vivien Faber und Nicole Hise. Danach folgen das Akelin Panel von 12 bis 12.30 Uhr, „Misemono“ von 13.45 bis 15 Uhr, „Frantic Carnival“ von 15.15 bis 16.15 Uhr und die Showgruppe „Last Resort“ von 16.15 bis 17.30 Uhr.

Warum die ShiroCo auch für Neulinge interessant sein kann

Sowohl Sven Plate als auch Max Felder beschreiben Anime- und Manga-Conventions als offene Orte mit besonderer Atmosphäre. Plate sagt: „Es ist ein Safe Space, wo man sein kann, wie man will.“ Max Felder ergänzt: „Es ist immer sehr familiär, sehr freundlich, sehr respektvoll und wahnsinnig kreativ.“

Wer Japan, japanische Kultur, Anime, Manga, Cosplay oder Synchronsprecher mag, findet in Chemnitz an beiden Tagen zahlreiche Anlaufpunkte. Gerade die Mischung aus Bühnenprogramm, Community und direkten Begegnungen mit bekannten Stimmen dürfte für viele Besucher den Reiz ausmachen.

BLICK.de-Gewinnspiel

Vom 11. bis zum 12 Juli findet die ShiroCo in Chemnitz statt. BLICK.de verlost für die Veranstaltung 1 x 2 Tickets für Samstag, den 11. Juli. Löst einfach unser Bildpaarspiel und schon landet ihr im Lostopf. Ihr könnt bis zum 8. Juli (23.59 Uhr) teilnehmen. Wir drücken Euch die Daumen.

Rabattcode und weitere Informationen

Wer Interesse bekommen hat, kann mit dem Code „BLICK5“ im Ticketshop fünf Prozent beim Ticketkauf sparen.

Weitere Informationen zum Programm gibt es online unter shiroco-chemnitz.de/programm.

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