Warum treiben so viele tote Fische im Schloßteich?

Sterben Stadt Chemnitz nimmt Stellung zu Fischsterben

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Tote Fische schwimmen neben Müll im Schloßteich. Foto: Kim Hofmann

Wenn man in den letzten Tagen am Schloßteich spazieren war, fielen einem nicht nur die schönen Grünflächen, glücklichen Menschen und Enten auf, sondern auch ein unangenehmer Geruch. Die Ursache: hunderte große Fischkadaver, die an den Ufern treiben und die fröhliche Frühlingsstimmung etwas vermiesen. Doch was ist die Ursache für das Fischsterben?

Keine Seuche oder Krankheit ist Schuld

"Im Moment wird von einer verminderten Sauerstoffsättigung des Wassers in Folge der sommerlichen Temperaturen und des einhergehenden Algenwachstums als Grund ausgegangen", stellt die Stadt Chemnitz klar. Eine anzeigepflichtige Tiersuche oder Tierkrankheit sei vom amtlichen Tierarzt ausgeschlossen worden, da keine äußeren Merkmale der verendeten Fische darauf hindeute.

Des Weiteren sei der Teich zu nährstoffreich, denn er wird aus dem Pleißbach gespeist. "Darüber hinaus hat sich in den vergangenen Jahren wieder viel Schlamm angesammelt", so die Stadt weiter.

Ein neues Steuerungssystem für die Wehre und die Sanierung der Uferbereiche seien bereits in Planung.

So kann man als Einzelner helfen

Die Stadt Chemnitz hat auch noch einen Tipp, mit dem man selbst etwas tun kann: "Die Fütterung von Wassergeflügel ist unbedingt zu unterlassen, da auch diese Nahrungsmittel sich negativ auf die Wasserqualität des Schloßteiches auswirken."

Daher gilt: Wer auch künftig noch entspannt am Schloßteich spazieren gehen will, sollte die traditionelle Brottüte zum Füttern der Enten lieber Zuhause lassen.