Was wird aus dem Sommerbad?

Erfenschlag Stadtverwaltung verweigert Gespräche mit Bürgerverein

Ob es mit dem Sommerbad Erfenschlag weitergeht, ist nach wie vor ungewiss. Die Stadtverwaltung will Abriss, Renaturierung des Geländes sowie Freilegung des Grenzbaches und beruft sich auf ein Gutachten, wonach für eine Sanierung 1,6 Millionen Euro notwendig wären. Dem widerspricht Wolfgang Köhler, Vorstand im Verein Bürgerverein für Chemnitz-Erfenschlag: "Wir brauchen keine Luxussanierung. Der Erhalt wäre mit der Hälfte der Summe machbar." Der Bürgerverein habe der Stadt zudem angeboten, durch Spenden und Einnahmen zum Umbau beizutragen und die Kosten für den Abwasserkanal zu übernehmen. "Nur die Bachoffenlegung würde 130.000 Euro kosten," sagt Felix Kreißel, Initiator einer Aktion zum Erhalt des Sommerbads. Dazu kämen Abriss und Einebnung von Gebäude und Becken. Zum Umfang der Abrisskosten gibt es unterschiedliche Darstellungen. Der Bürgerverein geht von circa 500.000 Euro aus, die Stadtverwaltung bestreitet dies, will aber selbst keine genauen Angaben machen. Laut Bürgermeister Philipp Rochold soll "die Einreichung einer Beschlussvorlage in die kommunalen Ausschüsse und in den Stadtrat erfolgen." Zwar kann dieser den Vorschlag zum Abriss auch kippen, allerdings steht dann die Frage der Finanzierung zum Erhalt und notwendiger Sanierungsmaßnahmen an. Im Gutachten des Bürgervereins fehle eine Betreiber- und Finanzierungskonzeption, sagt Rochold. Dem widerspricht Kreißel: "Wir wollen das Bad als ganzjährig nutzbares Objekt umbauen, um laufende Kosten zu senken." Dafür müsste das Bad dem Verein aber überlassen werden. Dazu schweigt die Stadt indes. "Bei einem Termin vor Ort wurde uns geraten, von dem Projekt Abstand zu nehmen", sagt Kreißel. Unter www.sommerbad-erfenschlag.de/2015/07/04/praesentation-ja-zum-sommerbad/ steht das Konzept im Internet.