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Weihnachtsgeschenke von hier: Vorfreude statt Trübsal

Reihe Das Café Emmas Onkel wird zum Pop-up-Store

Der Einzelhandel bleibt geöffnet, hieß es Ende November bei der Verkündung der neuen Maßnahmen gegen die Verbreitung des Corona-Virus. Grund zum Jubeln haben unsere liebgewonnen Einzelhändler dennoch nicht, denn mit den Infektionszahlen steigt natürlich die Unsicherheit in der Bevölkerung. Die Geschäfte bleiben leer. Kleidung, Schuhe, Bücher, Technik - vieles wird nur noch im Internet bestellt. Während der Online-Handel boomt, geraten unsere Einzelhändler in der Stadt in finanzielle Schieflage. Dabei haben viele sogar einen eigenen Online-Shop und können die Nachfrage genauso gut decken wie die Global Player im Online-Markt. In einer Reihe möchte der BLICK den Einzelhandel in und um Chemnitz stärken. In den kommenden Wochen hören wir uns in Sachen Weihnachtsgeschenken genauer um und stellen die kleinen und feinen Geheimtipps der Stadt einmal näher vor.

Geschenkideen statt Kaffee und Kuchen

Der neue Lockdown löst vor allem unter Gastronomen Protest, Ärger, Sorge und Existenzangst aus. Dass die aktuelle Situation neben Abhol- und Lieferdiensten auch andere Effekte haben kann, zeigt das aktuelle Projekt von Emmas Onkel. Das Café auf dem Kaßberg bringt Betroffene unterschiedlicher Gewerke zusammen, um auf der sillgelegten Gastro-Fläche die "Schatzkiste" nach dem Vorbild eines Pop-up-Stores zu eröffnen. "Die Idee entstand quasi über Nacht. Die beiden Organisatorinnen und Gestalterinnen Carolin Reinhardt und Josephin Berger füllten innerhalb von vier Tagen die Fläche mit unterschiedlichen Ausstellerinnen und Austellern aus ganz Sachsen", freut sich Betreiber Mathias Weiß. "Wir recherchierten vor allem nach Selbstständigen, die in ihrem Tun einzigartig, mit Liebe zu ihrer Arbeit, neuartige Produkte entwerfen und herstellen. Dabei vergaßen wir nicht die Tradition des besonderen Kunsthandwerks aus dem Erzgebirge." Hintergrund: Die Situation vieler Weihnachtsmärkte ist unsicher und somit auch die Einnahmenquelle vieler kleiner Labels und Kunsthandwerker. Warum also nicht ein Bund schließen und still gelegte Flächen als kollektiven Einzelhandel nutzen? Die "Schatzkiste" an der Ulmenstraße 48 hat noch bis zum 28. November, immer montags bis samstags von 13 bis 20 Uhr, geöffnet.

Eine Liste aller Austeller gibt es auf der Webseite vom Shop.