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Welche Gefahren uns online erwarten?

Wer im Internet unterwegs ist, wird früher oder später mit den Gefahren, die dort lauern, konfrontiert. In diesem Kontext sprechen viele von sogenannter Cyberkriminalität auch als Cyber Crime oder Computerkriminalität bekannt.

Es gibt zwar keine allgemeingültige Definition des Begriffs, doch für gewöhnlich beinhaltet er alle Straftaten, die gegen digitale Informations- und Kommunikationstechniken erfolgen oder unter ihrer Ausnutzung begangen werden.

Die Polizei differenziert zwischen den Begriffen Computerkriminalität und Internetkriminalität genauer. Während Computerkriminalität voraussetzt, dass ein Computer als Tatwaffe eingesetzt wird, basiert Internetkriminalität auf dem Internet und seinen Techniken. Internetkriminalität kann also auch Straftaten und Vergehen umfassen, welche auch ohne einen Internetzugang möglich sind, zum Beispiel die Verbreitung verbotener Inhalte oder Belästigung. Computerkriminalität bezieht sich speziell auf den Kontext von elektronischen Daten.

Was kann man selber dagegen tun?

Da Computer- und Internetkriminalität immer weiter zunehmen, da auch die Nutzerzahlen des Internets immer weiter steigen, gibt es inzwischen sogenanntes Cyber Crime Consulting. Speziell für diesen Zweck gegründete Unternehmen helfen den Nutzern dabei, sich vor Gefahren durch Betrug im Internet zu schützen.

Vor allem wer das Internet für gewerbliche Zwecke nutzt, sollte sich mit einer solchen Hilfsangeboten auseinandersetzen. Denn Cyber Crime kann einiges anrichten, was dem eigenen Unternehmen schaden kann. Vielen fehlt einfach das notwendige Know-how, um Gefahren frühzeitig zu erkennen und Betrügern auf die Schliche zu kommen. Außerdem sollte man unbedingt darauf achten, eigene Daten zu schützen, um damit den ersten Schritt in Richtung eigener Prävention zu gehen.

Welche konkreten Gefahren lauern?

Um Gefahren eindämmen zu können, muss man zunächst einmal wissen, was Cyber Crime anrichten kann und in welchen Bereichen man davon betroffen sein kann. Grob lässt sich Cyber Crime in 4 Teilbereiche unterteilen: Malware, Spam und Phishing, Ransomware und DDoS-Angriffe.

1. Malware

Malware ist auch unter dem Begriff Schadsoftware bekannt. Sie werden am häufigsten von Kriminellen im Internet verwendet, um anderen zu schaden. Bei Malware handelt es sich um Tools und Software, welche missbräuchlich eingesetzt werden, um verschiedene Ziele zu erreichen. Manche zielen darauf ab, Daten auszuspionieren oder abzugreifen, andere möchten den Datenverkehr manipulieren - zum Beispiel beim Onlinebanking.

Für Unternehmen kann es verheerende Auswirkungen haben, wenn Daten von Mitarbeitern oder Kunden an Dritte gelangen. Denn als Unternehmen ist man dazu verpflichtet, für die Sicherheit dieser Daten zu sorgen. Mit diesen entwendeten Daten werden Unternehmer beispielsweise auch erpresst, da den Kriminellen genau bekannt ist, dass der Unternehmer für das Abhandenkommen der Daten selber verantwortlich ist.

2. Spam & Phishing

Spam und Phishing zielen hauptsächlich darauf ab, digitale Identitäten zu stehlen. Dazu gehören Passwörter, E-Mail-Adressen oder Zugänge zu Bankkonten. Auch hier liegen die Gründe auf der Hand: Manche möchten damit Geld von fremden Bankkonten stehlen, andere versuchen mit dieser gestohlenen Identität ihre Opfer zu erpressen.

Bei Spam und Phishing bedienen sich Kriminelle häufig speziellen Mails, die sie an ihre Opfer schicken. Wenn diese auf einen Inhalt klicken - zum Beispiel auf ein Bild oder einen Link - wird Schadsoftware heruntergeladen. Schon bekommt der Cyberkriminelle Zugriff auf bestimmte Daten.

Sicherung der eigenen Daten. Bildquelle: Gerd Altmann via pixabay

3. Ransomware

Ransomware gilt als die Art der Cyberkriminalität, die am meisten Schaden anrichten kann. Ist ein Unternehmen oder Privatnutzer von Ransomware betroffen, werden die Systeme auf dem Rechner der Opfer so verschlüsselt, dass der Nutzer selbst keinen Zugriff mehr auf seine Daten hat. Um sie wieder entschlüsseln zu können, wird ein Lösegeld verlangt. Parallel zu dieser Erpressung werden meist zusätzlich Daten ausgespäht, damit die Kriminellen auch mit ihrer Veröffentlichung drohen können.

Ransomware kann betroffenen Unternehmen sehr schnell sehr hohe Kosten verursachen. Außerdem kommt es zwangsläufig zu Unterbrechungen der Arbeit, da diese zwangsläufig stillgelegt werden müssen. Manchmal sind es nur ein paar, häufig aber alle Systeme, die durch Ransomware lahmgelegt werden.

4. DDoS-Angriffe

Bei DDoS-Angriffen handelt es sich um gezielte Überlastungen der Systeme. Der Angreifer möchte damit beispielsweise bezwecken, dass gewisse Funktionen in einem Unternehmen nicht mehr gegeben sind. Häufig werden durch DDoS-Angriffe Webseiten so stark überlastet, dass sie von potenziellen Kunden nicht mehr besucht werden können. Da dies jedoch für viele Unternehmen essenziell ist, müssen sie aufgrund von diesen Cyber-Angriffen auf Neukunden und sogar Umsätze verzichten.

Cyber Crime hat viele Gesichter und häufig fällt es Betroffenen im ersten Moment gar nicht auf, dass sie gerade von einem Angreifer aus dem Netz attackiert werden. Da häufig enorme geschäftliche Schäden entstehen können, gilt es, schnell zu handeln und richtig vorzugehen.

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