Weltbetrachtung und Zaubermärchen

Premiere Slowenische Regisseurin kehrt für "Ein Spiel um Illusion" nach Chemnitz zurück

Ein poetisches Spiel um Liebe und Zufall, Dichtung und Wahrheit verspricht die kommende Premiere am Schauspielhaus. Am Samstag startet dort die Neuinszenierung von Pierre Corneilles "Ein Spiel um Illusion", die der aktuellen Schauspielsaison auch ihr Motto gibt. Das Stück ist vieles in einem: Typenkomödie französischer Prägung, geistreiche Weltbetrachtung, Zaubermärchen und eine Liebeserklärung ans Theater.

Und darum geht's: Ein Vater, Pridamant, sucht seit Jahren verzweifelt Informationen über das Schicksal seines Sohnes Clindor, den er einst durch seine Hartherzigkeit verstoßen hatte. Der Magier Alcandre ist seine letzte Hoffnung. Dieser willigt ein, dem Vater Auskunft zu geben. Doch nicht nur das - leibhaftig, in Wort und Bild, will er dem Vater das Leben des Sohnes ans Licht beschwören. So wird schrittweise dessen Leben offenbar: Ist er ruhmreicher Held oder Gauner? Und wie gerät er zwischen die Fronten der zwei schönen Frauen Isabelle und Lyse?

Für die Regie des Klassikers hat das Schauspiel erneut die slowenische Regisseurin Mateja Koležnik gewonnen, die in der vergangenen Saison mit "Yvonne, Prinzessin von Burgund" eine begeisternde Inszenierung hingelegt hatte. Sie setzt unter anderem auf Bernd-Michael Baier als Pridamant, Dirk Lange als Alcandre, Sebastian Tessenow als Clindor sowie Annett Sawallisch (Isabelle) und Caroline Junghanns (Lyse). Start der Premiere ist um 19.30 Uhr auf der Großen Bühne.