"Wende mittendrin" in der Neuen Sächsischen Galerie

Ausstellung Vier künstlerische Lebenswege werden betrachtet

Die Neue Sächsische Galerie zeigt noch bis zum 24. November eine Ausstellung unter dem Titel "Wende mittendrin". Dazu werden vier künstlerische Lebenswege des Ostens unter die Lupe genommen. Sie alle kennzeichnen vergleichbare Rahmenbedingungen: Mindestens zehn Jahre Schaffensbiografie in der DDR, keine Übersiedlung in den Westen in den 1980er Jahren, kontinuierliche künstlerische Arbeit bis heute, markiert vom Einschnitt der Wende. Welchen Einfluss hatte die Wende auf das künstlerische Werk verschiedener Akteure genommen? Wie stark stehen gesellschaftliche Einflüsse und die persönlichen Entwicklungsschritte im Wechselspiel?

Zeitzeugen der Wende im Gespräch

Diesen Fragen will die Schau auf den Grund gehen. Die Künstler arbeiten in verschiedenen Kunstbereichen und haben intensive Erfahrungen in beiden deutschen Systemen im Bereich der Lehre, der Auftragskunst, des autonomen künstlerischen Schaffens, des Agierens in den politischen Systemen und der Abhängigkeit vom Kunstmarkt gemacht. "Die ausgestellten Arbeiten zeigen die Kontinuität in der Arbeit dieser starken Künstlerpersönlichkeiten, aber auch den Niederschlag sich wandelnder Verhältnisse und Herausforderungen. Die Anteilnahme an und die Reaktion auf die politische Wende 1989/90 fielen dabei höchst unterschiedlich aus", so die Galerie.

In vier Kurzfilmen sprechen die Künstler über ihre Wege und ihre Intentionen. Beteiligt an der Ausstellung sind Wolfgang Smy mit Grafik und Malerei, Wolfgang Henne mit Zeichnung und Grafik, Erika Stürmer-Alex mit Skulptur und Objekt sowie Helfried Strauss mit Fotografie. Zur Finissage am 24. November um 11 Uhr sind die Chemnitzer Künstler als Zeitzeugen der Wende im Gespräch zu erleben.