Weniger dicke Luft auf Chemnitzer Straßen

Umwelt Stickoxidbelastung in der Stadt ist gesunken

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Die Messstation auf der Leipziger Straße. Foto: Steffi Hofmann

Man mag von der Diskussion um die Gesundheitsgefahren von Stickstoffdioxiden halten, was man will - fest steht, dass in Städten, in denen die Grenzwerte überschritten werden, Fahrverbote drohen. Das ist beispielsweise bei einigen Straßen von Hamburg oder Köln der Fall. Bestimmte Diesel-Pkw müssen einen Bogen um diese Abschnitte machen. Der Grenzwert liegt bei 40 Mikrogramm NO2 pro Kubikmeter, was für Stickstoffdioxid steht.

Sauberste Luft unter den Großstädten

In Chemnitz, früher "liebevoll" als Rußkams bezeichnet, sieht die Situation aber gar nicht so schlecht aus. Von den drei sächsischen Metropolen Leipzig, Dresden und Chemnitz hat die Stadt die besten Werte vorzuweisen. Das geht aus aktuellen Zahlen des Bundesumweltamtes hervor. Demnach wurde an der Leipziger Straße für 2018 ein Jahresmittelwert von 35 Mikrogramm pro Kubikmeter NO2 gemessen. Das sind sogar drei Mikrogramm weniger als 2017, als dieselbe Messstation noch 38 Mikrogramm aufzeichnete. In Dresden an der Bergstraße, einer ebenfalls stark frequentierten Einfallsstraße, sind es in beiden Jahren 40 Mikrogramm gewesen, also genau der Grenzwert.

Schlechter sieht es in der Messestadt Leipzig aus. So wurde dort an der Lützner Straße im Jahr 2018 der Wert 42 Mikrogramm NO2 pro Quadratmeter gemessen, also zwei Mikrogramm über dem Grenzwert. Aber in Chemnitz geht es noch besser: Die andere Messstationen an der Hans-Link-Straße hat für das vergangene Jahr einen Jahresmittelwert von 13 Mikrogramm NO2 pro Quadratmeter aufgezeichnet. In der Stadt sind Fahrverbote für Diesel-Pkw also soweit kein Thema.