Wenn Seelsorge trägt: Krankenhaus eröffnet Raum der Stille für schwere und leise Momente

Neuer Raum der Stille im DRK Krankenhaus Chemnitz-Rabenstein bietet Patientinnen, Angehörigen und Mitarbeitenden rund um die Uhr einen Ort der Besinnung

Chemnitz

Ein Krankenhaus ist ein Ort der Gegensätze: Hoffnung und Angst, Zuversicht und Sorge liegen oft nur einen Schritt auseinander. Schritte, die manchmal schwerfallen. Genau für diese Momente gibt es im DRK Krankenhaus Chemnitz-Rabenstein nun einen neuen Ort – einen Raum, der nichts fordert, aber viel schenkt.

Rund um die Uhr geöffnet

Mit der Eröffnung des Raums der Stille im Erdgeschoss des Hauses K, gegenüber dem Sozialdienst, setzt das Krankenhaus ein Zeichen für Menschlichkeit im Klinikalltag. Der Raum steht rund um die Uhr offen – für Patientinnen und Patienten, für Angehörige, für Mitarbeitende. Für alle, die kurz innehalten müssen, weil das Leben gerade zu laut, zu schnell oder zu schwer geworden ist.

Ein Raum, der nichts verlangt

Gedämpftes Licht, eine klare, ruhige Gestaltung, bewusst gesetzte Akzente: Der Raum der Stille ist kein Ort großer Worte. Er lädt ein zum Schweigen, zum Beten, zum Nachdenken oder einfach zum Dasein. Wer eintritt, darf loslassen – Erwartungen, Sorgen, Gedanken.

Gestaltet im Zusammenarbeit mit der Krankenhausseelsorge

Gestaltet wurde der Raum in enger Zusammenarbeit mit der evangelischen und katholischen Krankenhausseelsorge. Dabei stand von Anfang an fest: Dieser Ort soll offen sein für alle Weltanschauungen. Achtsam, einfühlsam und respektvoll – so wie die Seelsorge selbst arbeitet.

Ganzheitliche Versorgung im Blick

„Mit dem Raum der Stille schaffen wir einen Rückzugsort für Menschen, die in herausfordernden Situationen Ruhe und Orientierung suchen“, sagt Diana Lohmann, Geschäftsführerin des DRK Krankenhauses Chemnitz-Rabenstein. „Er ergänzt unser Engagement für eine ganzheitliche Versorgung und stärkt das Wohlbefinden unserer Patientinnen, Patienten und Mitarbeitenden.“

Der neue Raum versteht sich als Teil eines umfassenden Verständnisses von Gesundheit – eines Verständnisses, das den Menschen in seiner Gesamtheit sieht: mit Körper, Geist und Seele.

Seelsorge als leise, starke Begleitung

Die Krankenhausseelsorge ist im Alltag oft leise präsent – und gerade deshalb so wertvoll. Sie hört zu, wenn Worte fehlen, begleitet durch Krisen, Abschiede und Unsicherheiten. Unterstützt von ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern steht sie allen Menschen offen, unabhängig von Konfession oder Glauben.

Der Raum der Stille macht diese Arbeit sichtbar. Er zeigt: Menschlichkeit endet im Krankenhaus nicht an der Tür zum Patientenzimmer. Achtsamkeit, Mitgefühl und spirituelle Begleitung sind feste Bestandteile des Alltags. Manchmal braucht es keinen Rat. Manchmal reicht ein Ort. Und genau dieser Ort ist nun da.

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