Wer klettert da denn auf das Viadukt?

Untersuchung Alpintrupp nimmt rostende Brücke unter die Lupe

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Uwe Steimann (l.) und Chris Walther bei der Kontrolle. Foto: Andreas Seidel (Kuerzel: rih)

Da staunten Anwohner und Passanten nicht schlecht: Diese Woche wurde das denkmalgeschützte Eisenbahnviadukt in Rabenstein von einem Alpintrupp beklettert. Grund: Das 120 Jahre alte Stahlfachwerk verzeichnet eine erhöhte Abrostung. Durch die Untersuchung sollen alle Verbindungen, bestehend aus Stahlprofilen und Knotenblechen, auf ihren Zustand untersucht werden, um daraus genaue Erkenntnisse für die Dauerhaftigkeit zu erhalten.

Erneuerungen sind bereits in Planung

Zurzeit laufen die Planungen für die Erneuerung des Brückenüberbaus und die Instandsetzung der Stahlunterbauten. Die Durchführung der Maßnahme sei jedoch abhängig von der Einordnung der Finanzierung in den Haushalt der Stadt sowie der Nutzung von möglichen Förderprogrammen, teilt die Stadtverwaltung mit. "Mit dem Ergebnis sollen zum einen entsprechende erforderliche Leistungen bei der Ausschreibung der Bauleistung berücksichtigt und zum anderen eine Kostensicherheit für die Stadt Chemnitz geschaffen werden, weil dadurch Nachträge bei der Bauausführung größtenteils ausgeschlossen werden können."

Erbaut wurde die 150 Meter lange Brücke 1897 durch die Königlich Sächsische Staatseisenbahn. Das Bauwerk ist eine der ältesten Brücken in Stahlbauweise in Deutschland und die letzte Brücke dieser Bauart in Sachsen. Die Eisenbahnstrecke Limbach-Wüstenbrand wurde im Jahr 1950 stillgelegt. Im Jahr 1984 erfolgte die Umnutzung als Fußgängerbrücke. rih rih