Wie ein ehemaliger CFC-Keeper den großen Traum vom Pokalsieg in Berlin lebt

Steffen Süßner zieht als Torwartrainer mit Arminia Bielefeld ins Pokalfinale ein

Bielefeld/Chemnitz

Der DSC Arminia Bielefeld hat in Fußball-Deutschland für positive Schlagzeilen gesorgt. Der Drittligist bezwang im Halbfinale des DFB-Pokals den amtierenden Deutschen Meister und Titelverteidiger Bayer Leverkusen 2:1 und steht damit erstmals in der Vereinsgeschichte im Endspiel. Dieses wird am 24. Mai in Berlin gegen den VfB Stuttgart ausgetragen. Auch in der Liga mischt die Truppe von Chefcoach Mitch Kniat ganz vorn mit und kann sich berechtigte Hoffnungen machen, den Aufstieg in die 2. Bundesliga zu packen.

Mittelsachse mischt voll mit

Ein Mittelsachse hat zu diesem Höhenflug einen Beitrag geleistet, denn Steffen Süßner ist seit Sommer 2023 Torwarttrainer bei den Arminen. "Der Einzug in das Finale ist natürlich eine sensationelle Sache für den Verein, jedes einzelne Teammitglied und natürlich die Stadt. Auf der Straße wirst du derzeit immer wieder darauf angesprochen. Da merkt man, welche Dimension dieser Sieg für uns hat", meint Süßner. der bei aller Freude aber auch auf die Bremse drückt. "Natürlich ist die Endspiel-Teilnahme in Berlin ein riesiges Event. Wir haben den Finaleinzug zwar Dank einer starken Leistung erreicht, aber deshalb sportlich noch nichts gewonnen", meint der 47-Jährige, der in seinem Heimatort Erdmannsdorf einst mit dem Fußballspielen begann.

Wie in Karl-Marx-Stadt alles begann

Dann zog die Familie nach Karl-Marx-Stadt, dem heutigen Chemnitz. "Damals suchte der FC Karl-Marx-Stadt mittels einer Annonce junge Spieler, ich wurde nach einem Probetraining tatsächlich genommen", erzählt der ehemalige Torwart, der anschließend die Nachwuchsabteilung des FCK/Chemnitzer FC durchlief und den Sprung in die Männermannschaft schaffte. "Mit dem CFC habe ich dreimal den Sachsenpokal gewonnen. Das wird für immer bleiben. Auch wenn meine Verbindung zum CFC aktuell nicht ganz so eng sind, haben ich den Kontakt nie verloren", erklärt der Inhaber einer Torwart-Trainer-Lizenz. So war er zuletzt beim Sachsenpokalduell der Himmelblauen gegen den FC Erzgebirge Aue im Stadion An der Gellertstraße. Süßner spielte nach seiner Chemnitzer Zeit für Sachsen Leipzig, den FC Erzgebirge Aue und den Floriana FC auf Malta, bevor er bei Germania Gornau seine Laufbahn ausklingen ließ.

Viele Jahre in Zwickau tätig

Ab Sommer 2012 gehörte der Ex-Keeper dem Trainerstab des FSV Zwickau an und war mit dabei, als das Team 2016 in die 3. Liga aufstieg. "Als dieses Kapitel beendet war, nahm die Arminia im Sommer 2023 zu mir Kontakt auf. Wir wurden uns ganz schnell über einen Vertrag einig", blickt der gebürtige Karl-Marx-Städter zurück. Süßner wohnt nach wie vor in Chemnitz und pendelt regelmäßig zwischen Ostwestfalen und Sachsen. Und vielleicht können die Süßners demnächst gemeinsam jubeln - wenn Arminia seine Erfolgsgeschichte in Pokal und Liga fortschreibt.

 

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