Wie geht es weiter beim CFC?

FUSSBALL Gesellschafter senden Gesprächsangebot an den Notvorstand

Die Gesellschafter der Chemnitzer FC Fußball GmbH haben wenige Tage vor der Hauptversammlung des Chemnitzer FC e.V. in einer Pressekonferenz an alle appelliert, endlich gemeinsam an einen Strang zu ziehen und so die wirtschaftliche Schieflage - in der sich der Verein in der Insolvenz nach wie vor befindet - endlich zu überwinden. "Man wirft uns vor, den Verein kaputt machen zu wollen. Das stimmt so nicht", hieß es einhellig aus dem Gremium der GmbH-Gesellschafter." Das Nachwuchsleistungszentrum liegt uns sehr am Herzen. Außerdem soll die 1. Mannschaft als leistungsorientiertes Team weiter gefestigt werden", sagte zum Beispiel Udo Pfeifer.

Juristischer Kleinkrieg verhindere konstruktive Ergebnisse

"Doch statt gemeinsam lösungsorientiert zu arbeiten, verlieren wir uns immer wieder in einem juristischen Ping-Pong", bemängelte der Unternehmer. Um endlich Struktur in die Arbeit zu bekommen, richteten die Gesellschafter am Dienstag eine Botschaft an den Notvorstand des Chemnitzer FC. Grundtenor: Nur wenn GmbH und Verein kooperieren, dabei Einigkeit und Geschlossenheit demonstriert wird, kann die Zukunft gesichert werden. Sicherlich sei der offene Brief, den ehemalige Spieler und Trainer an den Insolvenzverwalter geschickt und diesen darin aufgefordert hatten, alles für den Erhalt des Vereins zu tun, eine legitime Meinungsäußerung gewesen. Doch diese hätte auch an den Notvorstand des Vereins gesendet werden müssen. "Wir möchten uns in dieser Woche mit dem Notvorstand treffen und hoffentlich auf einen Nenner kommen", sagte Romy Polster. Und was sind die Folgen, wenn es zu keiner Einigung kommt? "Daran möchte ich gar nicht denken", sagte Pfeifer.

Passte Klaus Siemon die Aufsichtsratsliste nicht?

Auf der aktuellen Kandidatenliste befinden sich mit Knut Müller, Olaf Pönisch und Jürgen Thomas bereits drei Gesellschafter der CFC GmbH. Zudem sind auf ihr Katrin Johst (Geschäftsführerin Lausitzringcatering GmbH, Gesellschaft der Polster-Gruppe), Wolfgang Meyer und Norman Löster zu finden. Beide waren schon einmal Mitglied im Aufsichtsrat. Medienberichten zufolge lehnt der CFC-Insolvenzverwalter Klaus Siemon diese Liste ab und fordert, dass noch mehr Gesellschafter als bislang vorgesehen für den Aufsichtsrat nominiert werden. Ansonsten droht er dem Chemnitzer FC e.V. erneut mit der Liquidation.