Wie lebten Juden in der DDR?

Tage der jüdischen Kultur Lesung In der Villa Esche

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Foto: Pexels/pixabay

Richard, Harry, Anton, Chaja, Michael und Jakob, der Erzähler. Sechs Menschen, die unterschiedlicher nicht sein könnten, die aber eins gemeinsam haben: Sie alle sind Kinder jüdischer Eltern, aufgewachsen in der DDR. Ihre Kindheit war geprägt von den Nachwirkungen der Kriegserlebnisse, den Toten der Familie, den Traumata und dem Schweigen. Ihre wirkliche Identität konnten sie alle nicht leben, nicht in der Familie, nicht in ihrem Staat.

Als nach der Wende die Lebensentwürfe und Notbehelfe einer nach dem anderen zusammenfallen, müssen sie sich noch einmal ganz neu erfinden. Erst jetzt spüren sie, wie sehr ihr Leben durch den beständigen Druck von außen nicht nur deformiert, sondern auch zusammengehalten wurde.

André Herzberg schrieb einen emotionalen Roman über ein kaum bekanntes Thema: Judentum in der DDR. 1955 in Ostberlin geboren, ist er seit über dreißig Jahren Musiker und vor allem als Frontmann und Sänger der in der DDR gegründeten Rockband Pankow bekannt geworden. Am 13. März um 19 Uhr ist er im Rahmen der Tage der Jüdischen Kultur in der Villa Esche zu Gast. Er liest und erzählt aus dem Roman "Was aus uns geworden ist" und sorgt außerdem für musikalische Unterhaltung auf der Gitarre.