Wie soll das Insolvenzverfahren des CFC denn nun ablaufen?

Fussball Rechtsanwalt Klaus Siemon informiert über das Verfahren

Foto: Haertelpress

Eine Pressekonferenz der besonderen Art hat am Dienstag in der Community4you-Arena stattgefunden. Nicht Trainer David Bergner, noch Sportvorstand Steffen Ziffert saßen auf dem Podium, vielmehr sprach Rechtsanwalt Klaus Siemon zu den Journalisten. Er erklärte, wie das Insolvenzverfahren des Chemnitzer FC ablaufen soll.

Verfahren wird im Juli eröffnet

Laut Klaus Siemon laufe derzeit das sogenannte Insolvenzantragsverfahren, das eigentliche Verfahren könnte dann am 1. oder 2. Juli eröffnet werden. Im August soll die Gläubigerversammlung einberufen werden, die über die Fortsetzung des Geschäftsbetriebes befinden wird. Im Anschluss wird ein Insolvenzplan aufgestellt, in dem die wirtschaftlichen Verhältnisse neu geregelt werden sollen.

Regionalligasaison wird vorbereitet

"Das Insolvenzverfahren hängt im Kern mit den Verträgen mit der Firma Infront zusammen", sagte Siemon. Der Verein schleppe aber noch Altlasten aus 2016 oder früher mit sich herum. Durch den Kontrakt mit Infront (Laufzeit bis 2032!) sei der CFC in seiner rechtlichen und wirtschaftlichen Handlungsfähigkeit extrem beschränkt.

"Die Insolvenz ist ein notwendiger Schritt zur Gesundung des Vereins", sagte der Rechtsanwalt. Der Spielbetrieb bis Saisonende sei gesichert. Auch die Existenz des Nachwuchsleistungszentrums soll nicht in Frage gestellt werden. "Dennoch gehört alles auf den Prüfstand", sagte Siemon. Der CFC bereite nun die Regionalligasaison 2018/19 vor, in der ein ausgeglichenes Verhältnis von Einnahmen und Ausgaben angestrebt wird.