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Wie verlief das Demogeschehen am 1. Mai in Chemnitz wirklich?

Blaulicht Verschiedene Sichtweise auf das Demogeschehen

Am gestrigen Samstag gab es in Chemnitz zwei Demonstrationen. Die Polizeidirektion Chemnitz zog am gestrigen Abend ein Fazit der Veranstaltungen, die "alle störungsfrei verliefen". Außer der Körperverletzung eines 30-Jährigen beim Abgang der Demonstrationsteilnehmer habe es keine weiteren Straftaten gegeben.  Der sächsische Bundestagsabgeordnete Wolfgang Wetzel (B90/Grüne) kommentiert die Demonstrationen in Chemnitz, das er persönlich beobachtete, hingegen anders. Doch was geschah wirklich? Am Samstagabend war eine Demonstration der Vereinigung "Freie Sachsen" vor dem Chemnitzer "Nischel" genehmigt worden. 

Gegenprotest wurde spontan organisiert

Die sich fast ausschließlich um die Maßnahmen zur Pandemiebewältigung drehende Rede hielt Stefan Hartung, NPD-Kreisrat im Erzgebirge. Ein kurzfristiger Gegenprotest  wurde kurzfristig von der SPD-Landtagsabgeordneten Hanka Kliese und der Grünen Jugend Chemnitz organisiert, etwa 200 Menschen folgten dem Aufruf. "Kleingruppen versuchten, in die Gruppe des Gegenprotests einzudringen und Auseinandersetzung zu suchen, das habe ich bisher so noch nicht erlebt und empfand es als Besorgnis erregend", erklärte Wolfgang Wetzel.

Die Chemnitzer Landtagsabgeordnete der Grünen, Kathleen Kuhfuß, ergänzt: "Die Polizei hatte heute keine einfach Aufgabe, da immer wieder rechte Kleingruppen sich lösten und versuchten zur Gegendemonstration in Chemnitz zu gelangen. Sie hat diese Aufgabe gut gemeistert und so zu Friedlichkeit des Geschehens beigetragen."

BLICK-Reporter schildert seine Erlebnisse vom 1. Mai in Chemnitz

Die Beobachtungen der beiden Politiker decken sich mit denen von BLICK-Reporter Daniel Unger, der gestern Abend in Chemnitz vor Ort war und in einem Liveticker berichtete. Unger berichtet weiter: "Es gab, wie in anderen Medien berichtet, auch keine größere Gruppe aus Leipzig, die am Chemnitzer Demogeschehen teilnahm. Mit dem Zug aus der Messestadt kamen vielleicht 20 Leute auf dem Hauptbahnhof an.  Ferner gab es zwei kleinere Gruppen von schätzungsweise zehn bis 20 Personen, die permanent um die Demos und durch die Stadt zog, bis ein Teil von ihnen im Park der Opfer des Faschismus von der Polizei gestellt und festgenommen wurden."



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