Wie viel Marx steckt noch in Chemnitz?

Mitmachen Erinnerungsstücke an Karl Marx gesucht

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Das Karl-Marx-Denkmal in Chemnitz. Foto: bl

In diesem Jahr feiert nicht nur Chemnitz seinen 875. Geburtstag, sondern auch der ehemalige Namensgeber der Stadt, Karl Marx, wäre 200 Jahre alt geworden - was liegt näher, als beide Jubiläen miteinander zu verbinden. Das soll am 5. Mai passieren: Rund ums Marx-Monument in der Innenstadt sind dann einige Events angesetzt.

Konzert "Am Kopp"

So soll es dort Kleinkunst geben: "Laut und leise, nachdenklich und philosophisch", heißt es auf der Webseite zum Stadtjubiläum. Auch eine "Parade der Vielfalt" ist angedacht und über soziale Netzwerke wird bereits zu einem "Am Kopp"-Konzert eingeladen, bisher noch ohne Benennung des Künstlers.

Die Stadt veröffentlichte gestern einen Aufruf zur Einsendung von persönlichen Erinnerungsstücken an Karl Marx oder an Karl-Marx-Stadt: "Chemnitz hieß zwar in seiner 875-jährigen Geschichte nur 37 Jahre Karl-Marx-Stadt, aber für viele von uns heute in der Stadt Lebenden war es prägend", so Oberbürgermeisterin Barbara Ludwig: So stehe Karl-Marx-Stadt beispielsweise noch in vielen Personalausweisen als Geburtsort. Dies soll aufgegriffen werden.

Ausstellung aus Erinnerungsstücken geplant

Die persönlichen Erinnerungsstücke - der Aufruf nennt alte Marxismus-Leninismus-Lehrbücher, Medaillen von Sportwettkämpfen, Urkunden, sogenannte Wandzeitungen und sonstige Andenken an die Person Karl Marx als Beispiele - sollen in eine Ausstellung eingehen, die zur Museumsnacht eröffnet wird, welche ebenfalls am 5. Mai stattfindet. Wo und wie die Präsentation erfolgt, soll nach dem Ende der Einreichungsfrist entschieden werden.

Nach Beendigung der Ausstellung werden alle bereitgestellten Dinge an die Eigentümer zurückgegeben. Eine Einreichung soll bis zum 29. März erfolgen. Erinnerungsstücke können per Post ans Rathaus gesendet oder direkt vor Ort - in Zimmer 120 - abgegeben werden.