Wieder Großeinsatz auf dem Sonnenberg: Erneut Auseinandersetzung mit mehreren Verletzten

Polizei ermittelt zu den Hintergründen

Chemnitz

Erneut sind Polizei und Rettungsdienst am Samstagabend zu einem größeren Einsatz auf den Chemnitzer Sonnenberg ausgerückt. Gegen 20 Uhr kam es auf der Gießerstraße erneut zu einer Auseinandersetzung zwischen mehreren Personen.

Mehrere Verletzte nach Streit

Nach ersten Informationen wurden bei dem Vorfall mehrere Menschen verletzt. Zahlreiche Einsatzkräfte von Polizei und Rettungsdienst waren vor Ort im Einsatz. Verletzte mussten medizinisch versorgt werden.

Weitere Details zum genauen Ablauf sowie zur Anzahl und Schwere der Verletzungen waren zunächst noch unklar.

Zusammenhang mit vorherigem Einsatz wird geprüft

Bereits am Nachmittag hatte es im Bereich der Tschaikowskistraße beziehungsweise Gießerstraße eine größere Auseinandersetzung gegeben. Dabei wurde mindestens eine Person verletzt und in ein Krankenhaus gebracht.

Ob zwischen beiden Vorfällen ein Zusammenhang besteht, ist derzeit Gegenstand der Ermittlungen.

Kriminalpolizei ermittelt

Die Polizei hat die Ermittlungen zu den Hintergründen übernommen. Zur Ursache der Eskalation sowie möglichen Beteiligten lagen zunächst keine weiteren Informationen vor.

Update der Polizeidirektion Chemnitz vom 25. Mai 11.40 Uhr

Polizisten kamen am Sonntagabend wegen einer körperlichen Auseinandersetzung im Chemnitzer Ortsteil Sonnenberg zum Einsatz.

Anwohner verständigten die Polizei, als sie eine Auseinandersetzung zwischen mehreren Personen vor einem Mehrfamilienhaus in der Gießerstraße beobachtet hatten. Die alarmierten Beamten trafen noch am Ort des Geschehens auf fünf Männer im Alter von 20 bis 26 Jahren, von denen vier leichte Verletzungen aufwiesen.

Nach derzeitigem Kenntnisstand soll es zwischen dem tatverdächtigen Duo (m/26 libysch, m/26 ungeklärte Staatsangehörigkeit) und dem 26-jährigen Geschädigten (syrisch) zunächst zu einem verbalen Disput gekommen sein, welcher anschließend in einer körperlichen Auseinandersetzung mündete, bei welcher auch eine Machete zum Einsatz gekommen sein soll.

Im weiteren Verlauf kamen zwei weitere Männer (20, 21 beide syrisch) hinzu, um dem Geschädigten offenbar zu Hilfe zu eilen. Der 21-Jährige soll dabei mit Reizgas in Richtung der beiden Angreifer gesprüht haben, wodurch diese Augenreizungen erlitten.

Der 26-jährige libysche Tatverdächtige, welcher bereits am Nachmittag im Zuge eines schweren Raubes polizeilich in Erscheinung getreten war, wurde zur weiteren medizinischen Versorgung in ein Krankenhaus gebracht. Rettungskräfte behandelten den weiteren gleichaltrigen Tatverdächtigen vor Ort. Eine ärztliche Behandlung des 20- und 26-jährigen Geschädigten war nicht erforderlich.

Eine Machete als mögliches Tatmittel fanden die Beamten nicht auf. Die Polizei hat die Ermittlungen wegen gefährlicher Körperverletzung sowie zu den konkreten Tatumständen aufgenommen.

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