Wiener Musik-Geschichten in Chemnitz

Ballett K&K Philharmoniker und K&K Ballett

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Stücke von Johann Strauß sind am Samstag zu hören. Foto: K&K

Seine Melodien können auch heute noch, über 100 Jahre nach seinem Tod, Lebenslust und Sinnesfreude spenden. Ob mit "Kaiserwalzer", "Wiener Blut" oder "Tausend und eine Nacht" - der Alltag der Besucher, die am 30. Dezember um 18 Uhr Gast in der Stadthalle sind, soll für einige Stunden in weite Ferne rücken, nämlich in die Zeit von Johann Strauß. Die "K&K Philharmoniker" und das österreichische "K&K Ballett" bringen Wiener Charme nach Chemnitz.

Seit Mitte der 1990er tourt das Ensemble mit seiner Konzert-Gala durch Europa und trägt sowohl populäre Stücke, als auch Raritäten des Musikers Strauß vor. Dirigent und Komponist, der die Konzertreihe ins Leben rief, ist Matthias Georg Kendlinger. Über seinen Vater, der den Fünfjährigen mit dem Akkordeonspiel vertraut machte, habe er seine Liebe zur Musik entdeckt, erzählt er. Mit 17 zog es den gebürtigen Tiroler auf die Bühne. Bis 1994 trat er als Leiter des Alpina Quintetts auf. 1997 beteiligte er sich maßgeblich an der Entstehung der für Wagner-Interpretationen bekannten Tiroler Festspiele Erl.

Gemeinsam mit der langjährigen Ballettmeisterin der Wiener Staatsoper und Choreografin der Wiener Neujahrskonzerte, Gerlinde Dill, gründete Kendlinger 1998 das österreichische "K&K Ballett". 2002 rief er das eigene Sinfonieorchester - die "K&K Philharmoniker" - ins Leben. Sie zählen heute bis zu 70 fest engagierte Musiker und 60 Substitute. Sein Debüt als Dirigent gab Kendlinger 2004 im Leipziger Gewandhaus.