"Willkommen in Chemnitz" - Feiern ohne Vorurteile

Festival Schon zum dritten Mal wird in Chemnitz zusammen gefeiert

willkommen-in-chemnitz-feiern-ohne-vorurteile
Ein buntes Fest für jedermann veranstaltet heute die Kulturwerkstatt im Stadthallenpark. Foto: Kulturwerkstatt

"Wir brauchen eine Gesellschaft, die sich als Ganzes entwickelt!" Das ist die Idee, die hinter dem mittlerweile dritten "Willkommen in Chemnitz"-Festival steckt, das am heutigen Samstag ab 14 Uhr im Stadthallenpark beginnt. Bei dem bunten multikulturellen Kinder- und Familiennachmittag erwartet die Besucher ein vielfältiges Programm - von Trommeln, Singen, Basteln, Graffitti, Slacklinen über Foodsharing bis hin zu Livemusik und Vereinspräsentationen.

Zu den Vereinen gehören unter anderem Unicef, different people, Kraftwerk, das Jugendforum Chemnitz, das Bandbüro und der Verein der Gästeführer. "Im ersten Jahr hatten wir 1500 Gäste, 2016 waren es bereits 2500 und dieses Jahr rechnen wir mit 3500 Gästen", erzählt Chris Dietrich vom Verein Kulturwerkstatt, der das Fest auf die Beine stellt.

Wer steckt eigentlich hinter der Kulturwerkstatt?

Die Kulturwerkstatt besteht nach eigenen Angaben aus kreativen Chemnitzern, die in den verschiedensten kulturellen Bereichen tätig sind. Der Verein wurde Anfang 2013 gegründet und will aus verschiedenen subkulturellen Genres eine Gruppe bilden, die sich mit ihren Erfahrungen und Energien austauscht und unterstützt.

Veranstaltungen wie das "Willkommen in Chemnitz" bringen laut Veranstalter verschiedenste Menschen zusammen, ob jung oder alt, Migrant oder Flüchtling, Subkultur oder Hochkultur. Es sei eine Veranstaltung, an denen die Menschen, die sich sonst nicht begegnen, zueinander finden und ins Gespräch kommen", so der Verein.

Chemnitz habe die Chance, sich in den nächsten Jahren zu einer weltoffenen und toleranten Stadt zu entwickeln. "Willkommen in Chemnitz" verdeutliche, dass dieses Ziel keineswegs Träumerei, sondern durch Vernetzung und aktive Teilnahme der Akteure vor Ort möglich ist. "Der Staat kann die Integration fördern, aber geleistet werden muss sie von allen Bürgern", so der Verein Kulturwerkstatt.