"Windkraft als Chance nutzen"

Umwelt Beim Ausbau erneuerbarer Energien sollen Gemeinden profitieren

Den Ausbau der erneuerbaren Energien auch als Chance für die Standort-Gemeinden zu begreifen - dieser Gedanke stand im Mittelpunkt eines Gesprächs von Staatssekretär Stefan Brangs mit Energieexperten aus Brandenburg und Vertretern der Sächsischen Energieagentur - SAENA GmbH. Im Fokus standen Bürger und Gemeinden, die mit Windparks leben müssen, davon aber häufig nicht profitieren. Folglich sei es nicht verwunderlich, dass darunter die Akzeptanz für Windenergieanlagen leidet. "Wir haben gemeinsam die Möglichkeiten diskutiert, wie Anliegerkommunen und Bürger besser beraten werden und sich beim Ausbau der Windenergie intensiver einbringen und beteiligen können", so Staatssekretär Brangs.

"Bereits heute gibt es unter anderem in Brandenburg zahlreiche Gemeinden, die vom Ausbau vor Ort direkt profitieren. Beispielsweise über Bürgergenossenschaftsmodelle oder kontinuierliche Beteiligung der umliegenden Kommunen an den erzielten Gewinnen. So können der Fußballclub und andere gemeinnützige Vereine auch in kleinen Kommunen finanziert und damit erhalten werden." Der Freistaat Sachsen werde deshalb künftig in enger Zusammenarbeit mit der SAENA die Beratungsmöglichkeiten für Gemeinden und lokale Akteure verbessern.

Erst im Juli hatte Brangs ein Windenergie-Projekt im brandenburgischen Schlalach besucht, das als Positivbeispiel für die Beteiligung von Anliegerkommunen und Bürgern gilt. "Solche Projekte muss es zukünftig auch in Sachsen geben. Geeignete Standorte sind vorhanden. Das haben wir nicht zuletzt mit unserer Windpotenzialstudie bestätigt. Jetzt kommt es darauf an, von Sachsen ein deutliches Signal auszusenden, dass auch der Freistaat die Energiewende aktiv mitgestalten wird. Weitere fünf Jahre Stillstand können wir uns nicht leisten."