Winter bleibt weiter Thema

Wetter Meteorologen sagen gefährliches Glatteis voraus

In der vergangenen Woche herrschte Chaos. Dass es im Dezember auch einmal schneit, ist nichts ungewöhnliches. "Auch diese Schaukelwetterlage, also mal frostig kalt, dann wieder etwas milder, ist vor Weihnachten keine Seltenheit", sagt Diplom-Meteorologin Dorothea Paetzold vom Deutschen Wetterdienst. Dennoch kommen Autofahrer gehörig ins Schleudern, sobald das kalte Nass liegen bleibt und Glätte dazukommt. Es knallte an allen Ecken. Auf der B 95 kam es beispielsweise zu einem "Aufprall der Tschechen": Der Fahrer eines tschechischen LKW kam an einer Steigung der Leipziger Straße nach rechts von der Fahrbahn ab und prallte gegen einen Zaun. Dabei stellte sich der Auflieger quer und streifte einen im Gegenverkehr befindlichen ebenfalls tschechischen LKW. Die Schneemassen, die vom Himmel fielen, machten aber auch vielen Dächern zu schaffen. Sport- und Schwimmhallen mussten kurzfristig geschlossen werden.

Seit gestern sieht alles schon wieder anders aus, denn Tauwetter macht sich breit. "Ein Niederschlagsgebiet kommt nach Sachsen und kann nun gefährlichen Regen mit sich bringen", warnt Meteorologin Dorothea Paetzold. Denn weil in unserer Region nachts immer noch Minusgrade angesagt sind, könne es zu extremem Glatteis kommen. Dieses Hin und Her zwischen Kälte, Milde und Schnee sei aber im Normbereich. "Anfang Dezember stellt sich häufig so eine Wetterlage ein", so die Fachfrau vom Wetterdienst. Eine Prognose für das Weihnachtsfest könne sie derzeit noch nicht abgeben.

Sportliebhaber können aber erst mal wieder aufatmen: Aufgrund der günstigen Wetterentwicklung hat sich die Schneelast auf vielen Hallendächern reduziert. Infolge-dessen sind das Stadtbad sowie die Schwimmhallen in Gablenz und Am Südring seit Freitag wieder geöffnet. Auch die Richard-Hartmann-Halle sowie die Hallen im Sportforum sind ab sofort wieder für Besucher zugänglich.