Wird der Kulturpalast zur Saunawelt?

Festival Besucherrekord bei den "Begehungen" in Rabenstein

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Der Kulturpalast in Rabenstein war am Wochenende Mekka für Künstler und Gäste. Foto: Steffi Hofmann

Die Besucher standen teilweise Schlange. Am Sonntag gab es Wartezeiten, weil aus Brandschutzmaßnahmen nicht alle Gäste gleichzeitig in das Gebäude konnten. "Wir sind absolut zufrieden mit der Resonanz und haben viele positive Rückmeldungen von Gästen und Künstlern bekommen", sagte Gabi Reinhardt, Chemnitzer Theaterpädagogin und eine der Organisatoren des diesjährigen Begehungen-Festivals im Anschluss. An die 6000 Gäste wurden gezählt. Das sind laut Reinhard doppelt so viele wie im vergangenen Jahr. 2016 fanden die Begehungen im Poelzig-Bau am unteren Kaßberg statt.

Saunaaufguss sorgt für Schein

Im Institut Potemkin, wie der alte Kulturpalast am Wochenende hieß, beherrschte das Thema "Schein und Sein" die Räume. Ein Kunstprojekt, das für viele Besucher dabei zum Fragewerk wurde, war das von Manuela Fersen. Sie gestaltete ein Zimmer des Gebäudes in eine Art Sauna um. Mit Aufguss-Duft in der Luft konnte jeder die typische Saunaatmosphäre sofort spüren. Vor dem Kulturpalast stand zudem ein großes Schild, das bei dem einen oder anderen letztlich für Verwirrung sorgte: "Die neue Vitaloase in Chemnitz. Freuen Sie sich auf eine der attraktivsten Saunalandschaften Deutschlands" war darauf zu lesen.

Sollte in dem alten Kulturpalast wirklich eine Saunalandschaft entstehen? Nein. Das Saunaprojekt ist ein Kunstprojekt von Manuela Fersen. "Das Kunstwerk hat ganz wunderbar das Thema Schein und Sein verwirklicht", sagte Gabi Reinhardt.