Wohin zieht es Lehramtsabsolventen?

Studie Politisches Klima in Sachsen ausschlaggebend

Die Mehrheit der sächsischen Absolventen eines Lehramtsstudiums strebt den Berufseinstieg an einer Schule in Sachsen an. Die Attraktivität der Beschäftigung als Lehrer steigt unter anderem aufgrund der Möglichkeit der Verbeamtung und der tariflichen Aufwertung von Grundschul- und Oberschullehrern. Das sind die wichtigsten Ergebnisse der Sondererhebung Lehramtsabsolventen innerhalb der 3. Sächsischen Absolventenstudie 2018.

Wer Vorbereitungsdienst in Sachsen absolviert, bleibt meist

Das Kompetenzzentrum für Bildungs- und Hochschulforschung an der TU Dresden befragte dafür 1225 Absolventen der Prüfungsjahrgänge 2014 bis 2017. Wissenschaftsministerin Eva-Maria Stange: "Die Studie zeigt, wie wichtig es ist, die Lehramtsabsolventinnen und -absolventen gleich nach dem Ersten Staatsexamen in Sachsen zu halten. Wenn sie sich zum Vorbereitungsdienst außerhalb Sachsens bewerben, verlieren wir sie. Denn: Wer den Vorbereitungsdienst in Sachsen absolviert, der bleibt meist hier, auch wenn er nicht aus Sachsen kommt."

Politisches Klima bei Wahl entscheidend

Erschreckend sei, dass die Unzufriedenheit mit dem politischen Klima in Sachsen offensichtlich für viele junge Lehrer - besonders wenn sie aus einem anderen Bundesland kommen - ein triftiger Grund ist, eine Beschäftigung außerhalb Sachsens zu bevorzugen.