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Wohnen im Osten - auch in Chemnitz ziehen die Mieten an

Der Wohnungsmarkt ist komplex zu betrachten. Zwar nehmen die Steigerungen der Mieten in ganz Deutschland allmählich ab, trotzdem ist in vielen Regionen das Mieten enorm teuer geworden.

Der Wohnungsmarkt ist komplex zu betrachten. Zwar nehmen die Steigerungen der Mieten in ganz Deutschland allmählich ab, trotzdem ist in vielen Regionen das Mieten enorm teuer geworden und die Suche nach einer Wohnung ist mit enormen Anstrengungen verbunden. In Ostdeutschland sind es hauptsächlich unsere Großstädte, wie Chemnitz, Leipzig und Dresden, wo wir langsam an den westdeutschen Mietendurchschnitt aufschließen. In den kleineren ostdeutschen Städten ist es vielerorts noch möglich, recht günstig zu wohnen.

Mietpreisentwicklung in Ostdeutschland

Eine Wohnung zu mieten ist bei uns im Osten immer noch vergleichsweise günstig. Doch auch im Osten steigen die Mieten immer weiter. Die beiden größten Städte Sachsens erfreuen sich steigender Beliebtheit. Inzwischen liegen die Mieten in Dresden bei 7,90 Euro pro Quadratmeter, in Leipzig bei 7,20 Euro. Das ist ein Anstieg von je drei Prozent im Vergleich zu 2020. Berlin platzt inzwischen aus allen Nähten und daher sind auch die Mietpreise im Berliner Umland sprunghaft angestiegen. Südöstlich von Berlin, im Landkreis Oder-Spree, zahlt man inzwischen für einen Quadratmeter 9,00 Euro Miete. Die Steigerung beträgt hier satte 17 Prozent. In 2021 wurde das Mieten einer Wohnung in Chemnitz um zwei Prozent teurer, damit kostet der Quadratmeter jetzt im Durchschnitt 5,30 Euro, was immer noch vergleichsweise günstig ist.

Auch Chemnitz wächst weiter und wird immer lebenswerter

Neben den oben genannten Städten ist auch die Entwicklung von Chemnitz sehr positiv zu bewerten. Nicht nur Studenten und Absolventen können hier gut leben. Die Stadt wird auch für ältere Menschen, Familien und Berufstätige attraktiver.

In den Jahren 2009/2010 entstand das Wohnraumbedarfskonzept, das zum Wohnraumkonzept Chemnitz 2030 weiterentwickelt wurde und nach und nach umgesetzt wird. Es gibt immer mehr Wohnungen in Chemnitz und gleichzeitig weniger Leerstand. Die Anzahl an kleinen Haushalten steigt. Dank des großen Wohnungsangebotes schafft es Chemnitz jedoch, eine der Städte Sachsens zu sein, die weiterhin mit günstigen Mietpreisen überzeugen können.

In den Großwohnsiedlungen wird Vielfalt geboten, was ebenfalls neue Einwohner anzieht. Auch die Versorgung mit sozialem Wohnraum kann sich sehen lassen. Inzwischen sind sowohl im Alt- als auch im Neubau ausreichend Sozialwohnungen vorhanden. Natürlich muss die Stadt auch an die Senioren denken. Hier ist eine größere Vielfalt an Wohnraum erforderlich, woran Chemnitz mit Hochdruck arbeitet. Durch Neubauten möchte die Stadt Wohnqualität schaffen.

Sächsische Kommunen auf dem Vormarsch

Das Wohnen in den Großstädten wird stetig teurer. Doch das ist nicht der einzige Grund, weshalb es immer mehr Menschen in die umliegenden Kommunen zieht. Vier kleinere Städte in Sachsen haben es in einem Städte-Ranking sogar unter die Top 30 in Sachen Entwicklung und Dynamik geschafft. Das zeigt, wie lebenswert sächsische Kommunen sind. Bei den Top-gerankten Städten handelt es sich um Delitzsch, Döbeln, Hoyerswerda und Reichenbach.

Delitzsch ist eine der sonnigsten Städte Sachsens - und das im wahrsten Sinne des Wortes. Mit über 2.100 Sonnenstunden pro Jahr lässt es sich hier gut leben. Zudem hat der Ort eine direkte S-Bahn-Verbindung nach Leipzig. Das macht Delitzsch attraktiv für alle Pendler, die sich die gestiegenen Mieten in der populären Großstadt nicht mehr leisten möchten. Die Einkommenssituation, der Wohnungsmarkt und der Anteil von Arbeitslosen hat sich in Delitzsch, nicht zuletzt durch die Entwicklung des Wohnungsmarktes in Leipzig, enorm verbessert.

Döbeln lockt neue Einwohner durch frisch erschlossene Neubaugebiete an. Hier entstehen sowohl Eigenheime als auch Mehrfamilienhäuser, was die ohnehin schon gute Lage zwischen Chemnitz, Leipzig und Dresden für Familien interessant macht.

Hoyerswerda galt lange Zeit als Sorgenkind des Ostens. Überalterung und eine schlechte Infrastruktur waren nur der Gipfel des Eisbergs. Doch inzwischen entwickelt sich Hoyerswerda sehr positiv, was Einkommen, Insolvenzen und Arbeitslosigkeit betrifft.

Delitzsch, Döbeln und Hoyerswerda werden in ihrer positiven Entwicklung nur noch von Reichenbach übertrumpft. Viele Firmen schaffen Arbeitsplätze in der Stadt. Zudem gibt es dort eine große Auswahl an Bildungsreinrichtungen, wie beispielsweise das Berufliche Schulzentrum Vogtland oder Einrichtungen der Technischen Universität Chemnitz. Die modernen Bildungsstätten ziehen viele junge Leute an, die in Reichenbach leben und studieren möchten.

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