Wohnraum im Grünen geplant

Altendorf Entwurf zur Nutzung des Bahngeländes erntet viel Zustimmung

Schon lange wird über die Nutzung des alten Bahngeländes Altendorf diskutiert. Am Dienstagabend stellte das Planungsbüro Station C23 den Rahmenplanentwurf für den Umbau vor. Dabei wird auf ein Konzept aus 50:50 gesetzt. Ein Ausgleich zwischen neuem Wohnraum, Gewerbeflächen und Grünanlagen.

So soll aus dem verwilderten Gelände ein neuer Park, der sogenannte Pleißenpark entstehen. Die Aufwertung der Grünanlagen und des Flussbettes sollen zu einer Verbesserung der ökologischen Werte beitragen, welche eh notwendig ist. Durch den Park soll ein Radweg führen, welcher die Anbindung an die Ringroute Rottluff und Küchwald bildet. Das Motto des Umbaus lautet: "Entwicklung und Bestand", so sollen schon bestehende Gebäude und Strukturen genutzt werden. Die Gleisbetten können begrünt oder als Weg genutzt werden. 

Auch den alten Güterschuppen soll neues Leben eingehaucht werden. Markus Tümpel von der Genossenschaft iG Güterbahnhof Altendorf, stellte einen Entwurf zur Nutzung vor. Eine alternative Nutzung als Kunstgalerie, Errichtung von Veranstaltungs- und Lagerräumen, einem Café und zugleich Wohnraum für vier Familien, sind die Visionen von den Mitgliedern der Genossenschaft. 

Nebenbei brachte Anwohner Harry Scheuner einen weiteren Vorschlag für die Nutzung eines anderen Schuppens. "Es wäre schön an die Geschichte des Bahngeländes zu erinnern", so Scheuner. So wäre eine Ausstellung zur geschichtlichen Entwicklung des Bahngeländes eine schöne Variante. Zudem stellte er einen alternativen Lösungsvorschlag für die Entwicklung einer Querung vom Flemminggebiet und Altendorf. Er schlug die Nutzung der ehemaligen Schützenstraße vor. So könnte eine Straße von der Kochstraße über die Limbacher bis zum Gutsweg führen. Eine Brücke über den Pleißenbach besteht noch und ist auch für Pkws nutzbar. Baubürgermeister Michael Stötzer hält den Ausbau für zu aufwendig.

Die favorisierte Variante des Planungsbüros ist eine Querung an der Horst-Menzel-Straße, mit welcher auch der Großteil der Anwohner zufrieden war.