Wohnungsbrand in Chemnitz: Mieter vorläufig festgenommen

Mehr als 40 Bewohner mussten am Dienstagabend ein Mehrfamilienhaus an der Nordstraße verlassen.

Chemnitz

In Chemnitz kam es am Dienstagabend, gegen 20.40 Uhr, zu einem Wohnungsbrand an der Nordstraße 20.

Brand im Erdgeschoss

Wie die Polizeidirektion Chemnitz auf BLICK.de-Nachfrage bestätigt, brach das Feuer in einer Wohnung im Erdgeschoss des Mehrfamilienhauses aus. Die Feuerwehr wurde alarmiert und leitete umgehend die Einsatzmaßnahmen ein.

Mehr als 40 Bewohner betroffen

Während des Einsatzes mussten mehr als 40 Hausbewohner das Gebäude verlassen oder wurden evakuiert. Das Haus konnte damit zügig geräumt werden.

Unterstützung für Bewohner

Polizisten, Feuerwehrleute und Rettungskräfte unterstützten die Menschen vor Ort. Nach ersten Angaben halfen sie dabei auch betagten Bewohnern aus dem Gebäude.

Bus an der Einsatzstelle

Ein Bus der CVAG stand an der Einsatzstelle bereit und nahm die Bewohner bis zum Abschluss der Maßnahmen auf. So konnten sie während des Feuerwehreinsatzes vorübergehend betreut werden.

Keine Verletzten bekannt

Bei dem Brand wurde niemand verletzt.

Mieter vorläufig festgenommen

Ein Mieter wurde vorläufig festgenommen. Er steht nach ersten Angaben im Verdacht, das Feuer bewusst gelegt zu haben.

Einsatzkräfte vor Ort

An der Brandstelle waren Feuerwehr, Rettungsdienst, Notarzt und Polizei im Einsatz. Die Einsatzleitung hatte die Freiwillige Feuerwehr Glösa.

Nordstraße gesperrt

Für die Dauer des Einsatzes wurde die Nordstraße voll gesperrt.

Schaden noch unklar

Wie hoch der entstandene Schaden ist, war zunächst nicht bekannt. Auch die weiteren Ermittlungen dauern an.

Update der Polizeidirektion Chemnitz am 6. Mai gegen 13.30 Uhr

Wegen eines Wohnungsbrandes rückten Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst am Dienstagabend zu einem Mehrfamilienhaus in die Nordstraße aus. Als die ersten Polizisten vor Ort eintrafen, drang bereits dichter Rauch aus einer Erdgeschosswohnung. Auf dem Balkon stand der Mieter (46), den die Beamten sofort retteten, versorgten und anschließend an den Rettungsdienst übergaben. Mit weiteren zwischenzeitlich eingetroffenen Einsatzkräften der Feuerwehr evakuierten die Polizisten das Haus. Insgesamt 44 Bewohner wurden unverletzt in Sicherheit gebracht und kamen vorübergehend in einem bereitgestellten Linienbus unter.

Die Kameraden der Feuerwehr konnten den Brand schließlich löschen, aber nicht verhindern, dass die Wohnung ausbrannte. Vor Ort ergaben sich konkrete Hinweise darauf, dass der 46-Jährige mutwillig Feuer in der Erdgeschosswohnung gelegt hatte. Nach der medizinischen Versorgung nahmen Polizisten den unverletzten deutschen Staatsbürger vorläufig fest und in Gewahrsam. Die übrigen Hausbewohner konnten noch in der Nacht in ihre Wohnungen zurückkehren. Zur Höhe des entstandenen Sachschadens liegen derzeit noch keine Angaben vor. Die Festnahme des Tatverdächtigen wurde seitens der Staatsanwaltschaft aufgehoben. Er befindet sich inzwischen aufgrund seines psychischen Zustandes in einer Fachklinik.

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