Zahngesundheit bei Kindern hat sich verbessert

Studie Verbesserung beim Problemfeld Karies

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Damit der Bohrer gar nicht erst zum Einsatz kommen muss, sollte auf eine gesunde Mundhygiene und auf den Verzehr von möglichst wenig Zucker in Speisen und Getränken geachtet werden. Grafik: Christian Mathea/hfn

Mit der bevorstehenden Adventszeit kommen auch die süßen Verführungen - Stollen, Plätzchen, Schoko-Weihnachtsmänner soweit das Auge reicht. Besonders Kinder lieben Produkte aus der Weihnachtsbackstube. Doch was bedeutet das für die Zähne?

"Nicht die Menge an Zucker, die pro Nascherei aufgenommen wird, ist das Problem, sondern die Häufigkeit des Naschens", stellt der Kinder- und Jugendzahnärztliche Dienst des Gesundheitsamtes klar. Auch versteckter Zucker in herzhaften Nahrungsmitteln und zuckerhaltige Erfrischungsgetränke sowie Fruchtsäfte, die ständig zwischendurch getrunken werden, seien gefährlich.

Der Zahnarzt ist "der Gute"

Generell sollten Eltern die Zähne ihrer Kinder nachputzen, bis diese das siebte oder achte Lebensjahr erreicht haben. Und wann sollte der erste Zahnarztbesuch erfolgen? "Mit dem ersten Zahn. Dadurch wird der Zahnarzt nicht als 'der Mann mit dem Bohrer' wahrgenommen, sondern als der, der lobend die gesunden Zähne begutachtet", so das Gesundheitsamt.

Eltern sollten zudem auch immer bedenken: Der Zahnarzt ist nicht der, der Schmerzen zufügt und Löcher bohrt - die waren schon vorher da und müssen eben repariert werden. Der Zahnarzt ist "der Gute". Dennoch sei auch bei Kindern Ehrlichkeit das A und O: "Der Zahnarztbesuch kann auch mal wehtun, aber meistens nur kurz und es gibt im Allgemeinen auch eine lokale Betäubung", so das Gesundheitsamt.

Zahnzustand bei Kindern verbesserte sich

In einer gesamtdeutschen Mundgesundheitsstudie, die im vergangenen Jahr veröffentlich wurde, konnte übrigens eine Verbesserung des Zahnzustands bei Kindern festgestellt werden. Speziell für die Stadt Chemnitz liegen Daten seit dem Jahr 2010 vor.

Auch hier sei eine Verbesserung der Zahngesundheit in allen Altersklassen zu beobachten - besonders in den Problemfeldern Karies, teilt der Kinder- und Jugendzahnärztliche Dienst mit. Im sächsischen Vergleich liegt Chemnitz bezüglich der Zahngesundheit demnach im guten Mittelfeld.