Zehn Minuten bis in die City

Plan Straßenbahnlinie 3 soll Ende 2017 fahren

Geht es nach den Vorstellungen der städtischen Verkehrsplaner, soll es künftig eine bessere Vernetzung zwischen Stadtteilen und Zentrum sowie mehr Querverbindungen geben. So soll beispielsweise das Nachtnetz ausgeweitet werden. Insgesamt sollen die sogenannten Bedienstandards verbessert werden. "Damit wollen wir das ÖPNV-Angebot stadtweit möglichst vergleichbar machen", erklärte hierzu Verkehrsplaner Dirk Bräuer, "um ein harmonisiertes Bedienkonzept auch für Stadtrandlagen zu bekommen". Inwieweit das gelingt, erscheint zumindest fraglich. Die Verkehrsplaner haben das Stadtgebiet konzeptionell in verschiedene Bereiche eingeteilt, um nach Erreichbarkeit von Innenstadt, Versorgungszentren und Krankenhaus die jeweilige Reisezeit und Umsteigehäufigkeit möglichst anzupassen. Die Kategorie eins umfasse ungefähr zwei Drittel des Stadtgebiets, so Bräuer. Hier soll es zukünftig möglich sein, im Tagesverkehr zwischen 5.45 und 18.30 innerhalb von 10 Minuten die Innenstadt zu erreichen. Teil dieser Konzeption ist auch die neue Straßenbahnlinie 3, mit der ab Ende 2017 die Uni-Standorte Reichenhainer Straße und Innenstadt verbunden werden. Eingestellt wird dagegen die Linie 6. Zu oft fahre diese ziemlich leer unmittelbar hinter der Bahn der Linie 5, sagte dazu Kerstin Lull vom städtischen Tiefbauamt, zudem gebe es die Linie 522. Auf eine direkte Anbindung zur Innenstadt weiter warten müssen dagegen die Adelsberger. "Mit der Buslinie 33 kommt man bis zur Straßenbahn", meint CVAG-Sprecher Stefan Tschök, "umsteigen ist hier zumutbar". Um alle Haltestellen des ÖPNV bis Anfang 2022 barrierefrei zu gestalten, sollen zudem bis Sommer 2016 konkrete Maßnahmen erarbeitet werden, die der Stadtrat dann als Bestandteil des Nahverkehrskonzepts beschließen könnte.