Zeitzeugen sprechen über Stefan Heym

Literatur Verhältnis des Autors zu Chemnitz im Fokus

Als 18-jähriger Schüler musste er seine Geburtsstadt bereits im Herbst 1931 auf Druck der Nationalsozialisten unfreiwillig verlassen, als Soldat der US-Armee kehrte Stefan Heym im Frühjahr 1945 erstmals wieder nach Chemnitz zurück.

Austausch am Mittwoch 19 Uhr

Als international erfolgreicher Romanautor wurde er in Karl-Marx-Stadt zunächst zu den großen Söhnen der Stadt gezählt, später als unbequemer Kritiker der gesellschaftlichen Verhältnisse in der DDR auch hier zur Unperson erklärt. "Das Verhältnis zwischen Stefan Heym und Chemnitz war über lange Phasen hinweg ein schwieriges. Doch immer gab es Bürger in der Stadt, die sich für ihn einsetzten, trotz widriger Umstände Lesungen ermöglichten, ihm Ehrungen zukommen ließen, lange bevor Stefan Heym Chemnitzer Ehrenbürger wurde", so die Internationale Stefan Heym Gesellschaft, die am morgigen Mittwoch zu einer besonderen Veranstaltung einlädt: Um 19 Uhr heißt es in der Jugendkirche St. Johannis "Zeitzeugen-Erinnerungen an eine komplizierte Beziehung".

Über ihre persönlichen Erinnerungen an Begegnungen mit Stefan Heym berichten an diesem Abend der Pfarrer Karl-Heinz Kleve, Jörg Ivandic, ehemals in der Bürgerinitiative Kunst und Kultur, und der Historiker Jürgen Nitsche. Der Eintritt zur Veranstaltung ist frei.