Zirkuskunst made in China

Show Im Mittelpunkt: die Chinesische Mauer

Mit wehenden Fahnen und aufgespannten Fächern, mit Tellern auf Stäben balancierend und nicht zuletzt mit Körpern wie aus Gummi kommen sie am Samstag, dem 2. Februar, daher - die Profiartisten des Chinesischen Nationalcircus', der in der Chemnitzer Stadthalle Station macht.

Die Produktion feiert in diesem Jahr ihren 30. Geburtstag - mit einer Inszenierung um eine traditionell angelegte Show, die zwar modern choreografiert ist, aber dem Zuschauer ein klassisches und historisches Chinabild präsentieren soll. "Getreu der Devise, dass ein chinesischer Artist keinen Handstand macht, sondern der Handstand ist, bieten die Meisterakrobaten aus dem Reich der Mitte scheinbar grenzenlose Variationen der Artistik, beim Versuch die Schwerkraft aufzuheben", kündigt der Veranstalter Semmel Concerts an.

Im Einklang mit sich und seinem Tun

Als Mittelpunkt der Geschichte soll die Chinesische Mauer als wohl deutlichste Darstellungsform einer Grenze den passenden Kontrast zum unbeschreiblichen Tun der Künstler ohne Grenze zeigen. Bei dieser Art der Akrobatik muss man in absolutem Einklang mit sich und seinem Tun stehen. Darum eignen sich die Chinesen dafür auch so gut", erklärt Regisseur und Produzent Raoul Schoregge. Seit dem Jahr 2000 ist der Münsteraner mit dem Zirkus auf Tournee. Die Liebe zu China habe er in die Wiege gelegt bekommen. "Mein Vater war Kunstmaler und von Asien fasziniert. Ich bin also schon als Kind mit dem Land vertraut gemacht worden", erzählt Schoregge.Jährlich reist er mehrmals nach China und sucht dort Künstler für die Shows.hfn