Zurück zu den Wurzeln

portrait Torsten Loibl baut wieder ein Jungenteam bei Lok Chemnitz auf

Der ehemalige Niners-Trainer Torsten Loibl, der einst bei Lok Chemnitz ein Jugendteam aufbaute und dann bis in die Männer-Regionalliga durchmarschierte, ist seit vielen Jahren in Japan tätig. Er war für diverse Proficlubs verantwortlich und bis 2018 japanischer Jugend-Nationaltrainer für alle Altersklassen. Eigentlich wollte er schon längst wieder in der sächsischen Heimat sein, hat sich dann aber doch noch einmal breitschlagen lassen. In der neuen olympischen Sportart "3 vs. 3" Basketball ist der Chemnitzer nun Headcoach für Japans Männer und Frauen und soll diese auf die Olympischen Spiele in Tokio 2020 bestmöglich vorbereiten. "Eine der beiden Mannschaften soll möglichst eine Olympiamedaille holen", versucht Loibl die hohen Erwartungen des japanischen Verbandes bei den ausgerechnet in Japan stattfindenden Spielen zu erfüllen.

U8-Jugendteam kann sich über Unterstützung freuen

Ein Bein hat der 46-jährige Coach aber in Deutschland und kehrt dabei zu seinen Wurzeln zurück. Wie einst in den 1980er Jahren will er wieder eine Jungenmannschaft aufbauen. Und dies geht natürlich am besten bei seinem Ausbildungsverein ESV Lokomotive Chemnitz. Dort gibt es nun seit einigen Wochen unter Loibls Anleitung ein U8-Jungenteam, dem einige Erstklässler, aber auch Kindergartenkids angehören und die an den Basketball herangeführt werden sollen. Ein Dutzend Jungen aus dem gesamten Stadtgebiet trainieren nun regelmäßig immer freitags ab 15 Uhr im Lok-Sportkomplex an der Christian-Wehner-Straße und sind mit großem Enthusiasmus bei der Sache.

"Es ist eine Freude zu sehen, mit welchem Elan die Kids an die Sache herangehen", sagt Loibl, der sich über weitere Interessenten freuen würde. Vielleicht gelingt ja den Burschen irgendwann der Durchmarsch bis in den Männerbereich.