Zusammen ist man weniger allein: Mit Pinsel und Papier auf dem Kaßberg

Franziska Herold veranstaltet erstmals „Zeichnen gegen Einsamkeit“ am 7. Juni

Chemnitz

Nicht nur ältere Menschen kennen das Gefühl, auch Jüngere sind betroffen: sie sind einsam. Das Thema Einsamkeit in Städten beschäftigt die Chemnitzerin Franziska Herold schon eine Weile.

Etwas gegen Einsamkeit unternehmen

Eine Situation mit einem älteren Herrn in einem Supermarkt vor anderthalb Jahren, der ihr das Gefühl vermittelte, dass es ihm nicht gut geht und er allein ist, ließ in Franziska Herold den Wunsch reifen, dagegen etwas zu tun.

„Es sollte etwas Niedrigschwelliges sein. Ich wollte Menschen auf einfachem Weg verbinden“, erzählt sie.

Kaßbergerin sammelte Gelder

Die Kaßbergerin sammelte daraufhin Gelder für ein Projekt, das sie „In guter Gesellschaft“ nennt. Dafür verteilte sie in einem Karree auf dem Kaßberg Flyer. Das Ergebnis: Menschen unterschiedlichen Alters und mit verschiedenen Lebensgeschichten sind zusammenkommen - denn zusammen ist man weniger einsam.

Ein Mal im Monat treffen sich um die 15 Personen, Frauen und Männer, in einem Lokal und verbringen gemeinsam Zeit miteinander. „Zeit ist unsere Währung. Jeder gibt so viel er kann und will“, so Franziska Herold.

Große Veranstaltung geplant

Nun plant sie die erste große Veranstaltung des Projekts an einem öffentlichen Ort. Am 7. Juni lädt sie unter dem Slogan „Zeichnen gegen Einsamkeit“ von 14 bis 16 Uhr auf den Gerhart-Hauptmann-Platz ein.

Jeder, der Lust auf Gesellschaft hat, sei eingeladen, es sich auf der Wiese gemütlich zu machen und miteinander ins Gespräch zu kommen. „Bringt Stifte, Papier, Picknickdecke und gute Laune mit!“, lädt die Initiatorin ein. Die Veranstaltung ist kostenlos und kann ohne Anmeldung besucht werden.

Gute Gesellschaft

Vor Ort sein wird auch die Chemnitzer Künstlerin Julia van der Seylberg. Unterstützt wird das Projekt zudem von der Volksbank Chemnitz. Franziska Herold wünscht sich, dass „In guter Gesellschaft“ durch gesundes Wachstum größer wird. „Die Nachfrage ist da“, sagt die 41-Jährige.

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