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Zuversicht

Wort zum Sonntag von Thomas Doyé

Der Wochenspruch für die kommende Woche heißt: "Alle eure Sorge werft auf ihn, Gott; denn er sorgt für euch." Schön! Bei Gott alle Sorge abgeben können, erleichtert das Leben. Leider sind wir dann unsere Sorgen doch nicht so leicht los. Sie beschäftigen uns weiter. Gott ist ja kein Wunschautomat und keine Sorgenbeseitigungsmaschine. Es ist aber gut, Sorgen zu teilen, mitzuteilen: geteiltes Leid ist halbes Leid, heißt es ja.

Dennoch meinen wir oft, alles selbst in die Hand nehmen zu können, ja zu müssen. Wir sorgen vor, schließen Versicherungen ab, zermartern uns den Kopf. Mancher macht sich sogar Sorgen um Sachen, die ihn eigentlich gar nichts angehen. Andere jammern auf hohem Niveau. Und manch vermeintlich "besorgter Bürger" verwechselt Sorge mit Neid.

Ja, manche Sorge können wir aus uns und durch uns selbst auflösen. Aber nicht alle. Der eingangs zitierte Bibelspruch weiß, dass wir darüber hinaus auf andere angewiesen sind, dass wir auf mehr hoffen können als auf uns selbst. Christen sagen: Gott nimmt sich unser und unser Sorgen an.

Thomas Doyé,

Religionspädagoge



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