Zwei-Millionen-Brücke in Einsiedel freigegeben

Ersatzneubau Fußgängerbrücke über die Zwönitz am Talsperrengrund in Einsiedel eingeweiht

Am gestrigen Dienstag weihte Baubürgermeister Michael Stötzer die neue Fußgängerbrücke über die Zwönitz hinter dem Rathaus im Chemnitzer Ortsteil Einsiedel ein. Mit dem Neubau wird nun die fußläufige Verbindung zwischen Talsperrengrund und der Einsiedler Hauptstraße wieder hergestellt. Der Ersatzneubau wurde notwendig, weil beim Junihochwasser 2013 die alte Brücke so stark beschädigt worden war, dass sie in einer Sofortmaßnahme zunächst zurückgebaut werden musste. Mit dem Neubau wurde bereits im September 2018 begonnen.

Die Gesamtkosten belaufen sich auf rund zwei Millionen Euro, die durch Fördermittel des Freistaates Sachsen für die Beseitigung der Schäden des Hochwassers 2013 zur Verfügung stehen.

Zwei Millionen Euro halten was sie versprechen

Gleichzeitig entspricht die Brücke den neuen, derzeitig gültigen Anforderungen. Das heißt, die barrierefreie Brücke hält einem Hochwasser stand, das rein statistisch nur einmal in 100 Jahren vorkommt (HQ100). Zudem entschied sich die Stadt bei der Umsetzung für die Anwendung von Leichtbauprinzipien. Leichtbau zeichnet sich durch ein reduziertes Gewicht bei gleichzeitiger Erhöhung der Gebrauchsgüte aus. So wurde eine 23 Meter lange Fachwerkbrücke mit beidseitigen Rampen sowie einem Brückenbelag aus glasfaserverstärkten Kunststoff-Konstruktionen (GFK) entwickelt und mit ökologisch nachhaltigen Tragstrukturen hergestellt.

Besonders hervorzuheben sei die Zusammenarbeit mit der TU Chemnitz: Die Uni verfügte bereits über erste Erfahrungen zu verschiedenen glasfaserverstärkten Konstruktionen und wirkte unterstützend bei den Entwürfen und Zulassungen von Bauteilen sowohl wissenschaftlich als auch fachlich mit.