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Sachsen

Zweiter Wahlgang steht an: Der 11. Oktober wird spannend

OB-Wahl In der ersten Runde erreichte kein Bewerber die notwendige Stimmenzahl

Die Chemnitzer haben gewählt - allerdings nicht eindeutig. Keiner der Kandidaten der OB-Wahl am Sonntag hat eine absolute Mehrheit erreicht. Mit 23,1 Prozent konnte Sven Schulze von der SPD die meisten Stimmen für sich gewinnen. Ihm folgt die CDU-Kandidatin Almut Patt mit 21,4 Prozent. Susanne Schaper von den Linken rangiert auf Platz drei mit 15,1 Prozent, an vierter Stelle steht AfD-Kandidat Ulrich Oehme mit 12,2 Prozent. Der parteilose Kandidat Lars Faßmann erreichte 11,9 Prozent und Volkmar Zschocke von den Grünen 7,1 Prozent. Martin Kohlmann von Pro Chemnitz kann 4,2 Prozent verbuchen, Matthias Eberlein von den Freien Wählern 3,5 Prozent und Thomas Paul Vogel von Die Partei 1,6 Prozent. Am Sonntag, dem 11. Oktober, ist somit ein zweiter Wahlgang erforderlich. Bei dieser Wahl genügt dann die einfache Mehrheit der Stimmen.

Jeder Wähler bringt einen Nichtwähler mit

Zu den Überraschungssiegern der ersten Wahl gehört zweifelsohne der parteilose Kandidat Lars Faßmann. Und der ist optimistisch für den zweiten Wahlgang. "Bei 98.035 Nichtwählern, die ihre Stimme verschenkt haben, gibt es für den zweiten Wahlgang noch einiges Potenzial. Jeder Wähler bringt einfach einen Nichtwähler mit", sagte er am Sonntag nach der Wahl.

"Ein anspruchsvolles Ziel für grüne Ziele"

Einen herben Rückschlag musste hingegen Volkmar Zschocke von den Grünen hinnehmen. Seine 7 Prozent sind weniger als zur OB-Wahl 2013, bei der er bereits antrat. "Das Ergebnis liegt im Bereich der Prognosen. Dennoch bin ich von dem Wahlergebnis enttäuscht. Ich hätte mir gewünscht, dass es uns gelingt, noch mehr Menschen von progressiver, grüner Politik zu überzeugen. Wir müssen anerkennen, dass Chemnitz nach wie vor ein anspruchsvolles Umfeld für grüne Ziele ist", sagte er. Am gestrigen Mittwoch wurde schließlich bekannt, dass Zschocke im zweiten Wahlgang nicht erneut antreten wird (BLICK berichtete).

Stärkere Bereitschaft wecken

Frohen Mutes für den zweiten Wahlgang ist Almut Patt von der CDU. "Die ganz überwiegende Mehrheit will kein 'Weiter so' sondern einen Wechsel und Neubeginn. Hierzu müssen wir die Bereitschaft noch stärker wecken, in der Wahlbeteiligung und in den Themen, die uns alle angehen", postete sie nach der Wahl auf Facebook.

Die Linke in Beratung

"Beraten, wie wir mit diesem Wahlergebnis umgehen" - das wollen in den nächsten Tagen die Chemnitzer Linken um Susanne Schaper. Wenn es Schnittmengen mit der SPD gebe, könnte sich Schaper einen Rückzug im zweiten Wahlgang vorstellen - das würde wiederum SPD-Kandidat Sven Schulze in die Hände spielen. Der 11. Oktober verspricht also durchaus spannend zu werden.