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Zweites Bidbook online: "Das beste, was Chemnitz hat"

Kulturhauptstadt Das zweite Bidbook für Chemnitz 2025 steht jetzt online

Es ist 100 Seiten stark und wirkt dank einer grauen Hülle eher wie eine Mappe als ein Buch. Farbenfroh ist der Rücken der Mappe, der in der Gestaltung der bunten Chemnitz-Esse ähnelt. Die Stadt hat am Mittwoch das zweite Bidbook für die Bewerbung zur Europäischen Kulturhauptstadt 2025 vorgestellt. Unter www.chemnitz2025.de/bidbook/ ist es nun für alle zu lesen - zumindest für diejenigen, die der englischen Sprache mächtig sind, denn die deutsche Version ist noch in Arbeit. Wer das Buch aufschlägt, dem begegnen zuerst zwei kontroverse Seiten: Die linke Seite wirkt wie vollgekritzelt - mit blauem Stift sind da unter anderem Aufschriften wie "Love", "empty streets in the night" und Smileys zu entdecken. Die rechte Seite bildet einen Artikel der New York Times ab, der die "Mob Protests" im Sommer 2018 in Chemnitz thematisiert. Auf den folgenden Seiten wird die Stadt porträtiert, wird das Programm bekannt gegeben, das für 2025 im Falle eines Titel geplant ist, werden das dafür gedachte Budget sowie das neue Motto der Bewerbung veröffentlicht.

Mit dem Motto "C the unseen" will Chemnitz2025 "all jenen einen kreativen Ausdruck verleihen, die in der 'stillen Mitte' unsichtbar, unhörbar geworden sind", heißt es von der Stadtverwaltung. Damit solle nicht nur Chemnitz für Europa sichtbar werden, sondern auch jede andere Stadt oder Region in Europa, die ein starkes Statement für ein demokratisches Miteinander beisteuert - "und ganz besonders sollen die Menschen sichtbar werden, die im kreativen Prozess mithelfen, eine weltoffene diverse Gemeinschaft über Ländergrenzen hinweg zu leben", heißt es weiter in der Erklärung.

"Mit diesem Bewerbungsbuch werfen wir das Beste in die Waagschale, was Chemnitz hat: die Macherinnen und Macher", sagte Oberbürgermeisterin Barbara Ludwig bei der Vorstellung des zweiten Bidbooks. Allein der Bewerbungsprozess habe eine besondere Energie in der Chemnitzer Bevölkerung freigesetzt, sei es durch Mikroprojekte oder Nimm-Platz-Projekte. Nach der Abgabe des Bewerbungsbuches stehen dem Team nun der digitale Jury-Besuch am 22. Oktober und eine digitale Präsentation am 26. Oktober bevor, ehe die europäische Jury am 28. Oktober ihre Empfehlung für die deutsche Kulturhauptstadt Europas 2025 bekannt gibt.

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