Zwischen Fotografie und Malerei

Ausstellung Albert Winkler spielt mit einer Ästhetik zwischen Leben und Vergänglichkeit

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Albert Winklers Ausstellung wird am Donnerstag um 19 Uhr im Heck-Art-Haus eröffnet. Foto: privat

Wie würde ein zeitgenössisches Stillleben mit Hilfe aktueller bildgebender und -bearbeitender Techniken aussehen? Albert Winkler hat sich dieser Aufgabe gestellt. Nichts auf den Bildern des Wiener Künstlers ist so wie es scheint. Ebenen sind vielfach durchbrochen, Gegenstände, obwohl scharf gezeichnet und kontrastreich freigestellt, verlieren sich in der chaotischen Umgebung.

Die Erwartungen nicht erfüllen

Unklar bleibt, was vorne und was hinten zu sein hat. Ist das da ein Gesicht, erinnert diese Form an eine Fantasiegestalt bei Hieronymus Bosch? Mit seinen Fotoarbeiten, in die willkürlich auch Blütenreste, Beeren oder tote Insekten eingestreut sind, spielt Winkler bewusst mit visuellen Erwartungshaltungen. Diese durchbricht er nicht zuletzt durch die Vermeidung der gewohnten Tiefenschärfe, die er in vielen minutiösen fotografischen Produktionsschritten wegarbeitet.

So, wie er etwa Tischtuch, Essens- und Serviettenreste einer Festtafel ins Bild fasst, vermag niemand zu sagen, was davon am Ende des schönen Abends wirklich so lag. Seine Ausstellung "Last Exit" wird am Donnerstag um 19 Uhr im Heck-Art-Haus, Mühlenstraße 2, eröffnet und kann bis zum 27. November besucht werden. Öffnungszeiten: Montag bis Mittwoch von 11 bis 16 Uhr, Donnerstag bis Sonntag nach Vereinbarung.