Zwölf Ruinen sollen weichen

Stadtrat Beseitigung städtischen Brachen bis 2020 beschlossen

Knapp 3.000 Brachen, die sich auf insgesamt rund 600 Hektar verteilen, sind im Chemnitzer Stadtgebiet aktuell registriert. Laut Stadtratsbeschluss sollen zwölf Ruinen bis 2020 für rund 1,7 Millionen Euro beseitigt werden - darunter Fabrikruinen wie das ehemalige Fahrzeugelektrik-Werk an der Bernhardstraße, ein ehemaliger Chemiehandel an der Otto-Schmerbach-Straße sowie Gebäude an der Lohrstraße und Carl-Hertel-Straße.

Darüber hinaus ist der Abriss einer ehemaligen Kindertagesstätte sowie eines Heizhauses, einer Gaststätte, zweier Wohnhäuser sowie Garagen geplant. Die zukünftige Nutzung reicht von öffentlichen Grünanlagen bis hin zu einer Wohnbebauung, zum Beispiel an der Bernhardstraße. Die Waldorfschule plant an der Sandstraße indes eine Gelände-Erweiterung. Verfallene ehemalige Verwaltungs- und Werkstatt-Baracken sollen dort mit Fördergeldern vom Freistaat beseitigt werden. Denn die Zuschüsse für den Rückbau sollen die Eigentümer größtenteils über die Sächsische Aufbaubank aus einem Förderprogramm der Europäischen Union erhalten. Die Stadt trägt lediglich ein Zehntel der Kosten.

Laut Vorlage prüft die Stadtverwaltung derzeit rund 45 weitere Brachen hinsichtlich Fördermöglichkeiten für deren Abriss. Im Zuge der Erarbeitung von Rahmenkonzepten werden beispielsweise auch am ehemaligen Altendorfer Bahngelände weitere Ruinen erfasst. Auf einer Informationsveranstaltung wurde diese Woche der Entwurf für den Umbau vorgestellt. Mehr dazu auf Seite 3.