Tattoo-Model Mandy aus dem Erzgebirge: Erinnerungen an Oma, Kinder und zwei Fehlgeburten für immer unter der Haut

Was bleibt, wenn das Leben Spuren hinterlässt - Mandys Tattoos erzählen ihre Geschichte

Mandy Schimmel ist 38 Jahre alt, kommt ursprünglich aus dem Vogtland und lebt seit 15 Jahren im Erzgebirge. Sie ist Konditormeisterin, Mutter von zwei Töchtern (17 und 11), selbstständig mit einem kleinen Café - und sie trägt ihre ganz persönliche Geschichte auf der Haut.

Mit der Volljährigkeit das erste Tattoo

Tattoos gehören für Mandy  ganz selbstverständlich zum Leben dazu. Ihr erstes Motiv ließ sie sich zu ihrem 18. Geburtstag stechen. Eine blaue Rose, ausgesucht aus dem Katalog, gestochen in die Leistengegend. "Sicherlich nicht die schmerzfreiste Stelle am Körper, aber ich wollte es unbedingt", lacht sie rückblickend. Dieses erste Tattoo war der Start von etwas, das sie bis heute begleitet.

Mehr als nur ein Körperschmuck

Mandy sieht Tattoos nicht als Trend oder reinen Körperschmuck. Für sie sind ihre Motive Ausdruck von Persönlichkeit und Körpergefühl. "Tattoos sind etwas wunderbar Individuelles, was jeden Körper anders schmückt und teilweise formt." Besonders wichtig ist ihr dabei die Platzierung, denn damit lasse sich der Körper positiv betonen.

Spontane Tattoos und größere Projekte

Wie viele Tattoos Mandy hat, kann sie gar nicht genau sagen. Manche seien ohne Konzept entstanden, andere fügen sich zu größeren Motiven zusammen. Ihr linkes Bein ist zum Beispiel ein umfangreicheres Projekt, das inzwischen fast abgeschlossen ist. Daneben finden sich viele einzelne Tattoos, verteilt über den ganzen Körper.

Weiblichkeit und Schicksalsschläge

Typisch für Mandy sind florale Motive, Leopardenmuster und Darstellungen von Frauen oder weiblichen Wesen. "Ich bin der Meinung, Frauen sind wundervolle, sinnliche Geschöpfe", sagt Mandy. Auch ihre Kinder haben einen festen Platz auf ihrer Haut und wurden dort verewigt. Flügel auf der linken und rechten Schulter vorn stehen zudem symbolisch für zwei Fehlgeburten.

Erinnerung an einen Lieblingsmensch 

Daneben gibt es noch mehr Tattoos mit besonders tiefer Bedeutung: Eines davon ist der Fingerabdruck ihrer verstorbenen Oma. Sie war ihr Lieblingsmensch, immer für sie da. Mandy begleitete sie bis zu ihrem letzten Atemzug. Dieses Tattoo ist für sie eine bleibende Erinnerung.

Ausgleich zum Alltag

In ihrer Freizeit steht die Mama von zwei Töchtern seit etwa einem Jahr auch vor der Kamera. Sie shootet mit verschiedenen Fotografen und probiert sich dabei gerne aus. Den wichtigsten Ausgleich findet sie jedoch in der Zeit mit ihrem Partner. Gemeinsame Ausflüge nach Leipzig, Spaziergänge am Markkleeberger See und anschließend gemütlich im Zentrum essen - das hilft ihr dabei, den Kopf auszuschalten. Für Mandy ist das "der perfekte Ausgleich zum Alltag".

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