"Wenn man einmal anfängt, kann man nicht mehr aufhören": Lichtensteinerin startete ihre Körperkunst erst mit 40

Hardcore, Jugendarbeit und Natur - Diana liebt die Abwechslung

Lichtenstein

Bis vor drei Jahren gab es noch keinen einzigen tätowierten Punkt auf Dianas Körper. Heute kaum zu glauben, denn der komplette Rücken, Teile der Arme und Beine sowie das Dekolletee sind mittlerweile mit diversen Kunstwerken bestückt. Das Ziel: den kompletten Oberkörper mit Tattoos verzieren.

"Wenn man einmal anfängt, kann man nicht mehr aufhören", sagt Diana und lacht. Dabei hat sie erst mit 40 begonnen, sich tätowieren zu lassen. Zwei Lilien mit den Namen ihrer beiden Kinder waren der Anfang.

Faszination Körperkult

Die Lichtensteinerin ist studierte Sozialpädogin und arbeitet seit vielen Jahren aktiv mit Kindern und Jugendlichen im Ort. Seit jeher ist sie fasziniert von dem Körperkult, der von Tattoos ausgeht. "Tattoos sind Kunst, die bleibt", sagt sie. Außerdem sei die Zeit, die sie im Tattoostudio von Lilly Brückner verbringt - und das waren mittlerweile bereits viele Stunden - Zeit für sie ganz allein, "Me-Time" sozusagen. Als alleinerziehende Mutter zweier Kinder genieße sie diese Zeit voll und ganz.

"Ursprünglich wollte ich nur die Libelle. Dann ist es immer mehr geworden"

Wer einen Blick auf die Tattoos von Diana wirft, entdeckt viele florale Motive. Der rechte Arm und die beiden Oberschenkel sind mit großen Blumen tätowiert. Über der Blume des linken Oberschenkels kreist eine Hummel. Über das komplette Dekolletee bis hin zum Halsanfang hat sich eine Libelle ausgebreitet. "Ursprünglich wollte ich nur diese Libelle. Dann ist es immer mehr geworden", erinnert sich Diana.

Volles Vertrauen in die handwerklichen Fähigkeiten von Tätowiererin Lilly Brückner hat Diana auch bei ihrem Rücken gelegt. "Lilly hatte hier alle künstlerischen Freiheiten. Der Rücken war für sie das Abschlussstück als Tätowiererin und ich bin wirklich begeistert", so Diana. Vom Nacken über die Schultern bis über den Po reicht das Gesamtkunstwerk.

Nächste Pläne stehen schon fest

Als nächstes steht nun die Vervollständigung des Bauches an. Dort sind schon die Grundrisse gezeichnet worden - wenn auch nicht schmerzfrei, gibt Diana zu. "Die Stelle am Bauch ist echt tricky", sagt die 43-Jährige. Die Lichtensteinerin ist gern in der Natur unterwegs, erkundet auf Radtouren die Region. Zudem ist sie Stammgast im Jugendzentrum Riot. Dort besucht sie auch regelmäßig Konzerte ihrer Lieblingsmusikrichtung - Hardcore/Metal. "In der Szene sind auch viele tätowiert. Von daher passt das alles ganz gut", sagt Diana.

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