Der Anfang ist gemacht

MOTORSPORT Sächsische Autorennfahrer und -fahrerinnen mit unterschiedlicher Ausbeute beim Saisonauftakt

Oschersleben. 

Oschersleben. Mit den Rennen in der Motorsport Arena Oschersleben startete an diesem Wochenende die Autorennserie ADAC GT Masters in ihre 13. Saison. In der "Liga der Supersportwagen" bzw. der der Serie ihren offiziellen und markanten Namen gebenden Top-Klasse ADAC GT Masters waren 31 spektakuläre GT-Fahrzeuge von acht verschiedenen Herstellern am Start.

Mit dem 25-jährigen Marvin Kirchhöfer aus Markkleeberg, dem drei Jahre älteren aus beruflichen Gründen Wahl-Leipziger David Jahn und dem erst 19 Jahre jungen Dresdner Maximilian Paul waren zwei waschechte sowie ein zugereister Sachse mit von der Partie. Während sich Marvin Kirchhöfer im Team Callaway Competition und David Jahn im Team RWT Racing jeweils eine atemberaubende Corvette C7 GT3-R mit Markus Pommer aus Neckarsulm bzw. Sven Barth aus dem bayrisch-schwäbischen Illertissen teilten, bildete Maximilian Paul mit dem fast auf den Tag genau gleich alten Österreicher Simon Reicher im Dresdner Team T3 Motorsport ein reines Nachwuchsduo. Für Marvin Kirchhöfer, der in seiner Karriere der Formel 1 schon ziemlich nahe war, und Markus Pommer hätte die Saison nicht besser beginnen können, denn gleich das erste Rennen am Samstag entschieden sie für sich und landeten am Sonntag gleich noch einmal in den Punkterängen.

Während David Jahn/Sven Barth mit den Plätzen acht und 13 ebenfalls an beiden Tagen punkten konnten, erlebten Maximilian Paul/Simon Reicher ein ernüchterndes Debüt. Am Samstag hatte der Dresdner den kunterbunten Audi R8 LMS zwar sensationell auf den elften Startplatz gestellt, doch nach einem kurzen Regenschauer in der zweiten Rennhälfte und dem daraus resultierenden Durcheinander fielen sie auf Rang 25 zurück. Am Sonntag war das Rennen für sie schon in der zweiten Runde nach einem Unfall beendet.

 

Starke Performance blieb unbelohnt

 

Noch regionaler ging es aus hiesiger Sicht in der Tourenwagenklasse ADAC TCR Germany zu, in der der 22-jährige Chemnitzer Dominik Fugel und der 39-jährige Ex-Hohenstein-Ernstthaler und jetzt ebenfalls in Leipzig lebende Steve Kirsch antraten. Mit Startplatz drei erkämpfte sich Dominik Fugel fürs erste Rennen am Samstag eine glänzende Ausgangsposition. In diesem wurde ihm allerdings wegen Frühstarts eine Boxen-Durchfahrtsstrafe aufgebrummt, sodass er sich letzten Endes mit Platz zwölf begnügen musste. Tags darauf gingen die Top 10 des Qualifyings in umgekehrter Reihenfolge ins Rennen, bei dem Dominik Fugel bald im vorderen Mittelfeld auftauchte. Diesmal stoppte ihn ein Reifenschaden drei Runden vor Schluss sogar gänzlich. Der Routinier und nach wie vor Sachsenring-Instruktor Steve Kirsch belegte die Plätze neun und zwölf.

Sächsische Frauenpower in Breitensport-Serie

 

Im Rahmenprogramm war auch die STT - Spezial Tourenwagen Trophy - am Start. Bei deren Rennen mischten unter anderem zwei sächsische Damen mit. Zum einen Steve Kirschs 28-jährige Lebensgefährtin Victoria Froß und zum anderen die erst 20-jährige Sophie Hofmann aus Waldenburg. Da in der STT vom bärenstarken GT-Boliden bis zum kleinen "Tourenwägelchen" fast alles am Start ist, was man mit einem Rennauto mit Dach, ob Youngtimer oder aktuell, gleichzusetzen kann, ist diese Breitensportserie in drei Divisionen mit zehn demzufolge relativ dünn besetzten Klassen unterteilt. Somit waren Klassensiege bzw. vorderer Platzierungen von Victoria Froß in der Division 3 Klasse 6 (STT-Fahrzeuge mit 4,0 bis 4,5 kg/PS) sowie von Sophie Hofmann in der Division 2 Klasse 4 (STT-Fahrzeuge mit 2,75 bis 3,0 kg/PS) praktisch vorprogrammiert.

 

Das ADAC GT Masters live erleben

 

Das nächste Rennen findet vom 17. bis 19. Mai im nahen nordböhmischen Most statt, wo alle erwähnten Serien wieder am Start sein werden. Das Saisonfinale des ADAC GT Masters findet dieses Jahr erstmals auf dem Sachsenring bei Hohenstein-Ernstthal statt, konkret vom 27. bis 29. September.