blick.de - News, Events und Lifestyle
Spiele
E-Paper
    Region
    • Chemnitz
    • Erzgebirge
    • Mittelsachsen
    • Vogtland
    • Zwickau
    • Dresden
    • Leipzig
    • Sachsen
    • Bilder
  • Deutschland & Welt
  • Good News
  • Blaulicht
  • Sport
    • Allgemein
    • Fußball-WM 2026
    • Motorsport
    • Niners Chemnitz
      Niners Chemnitz
    • Chemnitzer FC
      Chemnitzer FC
    • FC Erzgebirge Aue
      FC Erzgebirge Aue
    • FSV Zwickau
      FSV Zwickau
    • Eispiraten Crimmitschau
      Eispiraten Crimmitschau
    • EHV Aue
      EHV Aue
    • VFC Plauen
      VFC Plauen
    • BSV Sachsen Zwickau
      BSV Sachsen Zwickau
    Community
    • Tipp der Woche
      Neu
    • Leserreporter
    • Mein Verein
    • Haustierliebe
    • Tattoo-Model
    • Capyversum
    • Einblick der Redakteure
    • Partypixx
    • Quizze & Spiele
    Unterhaltung
    • Promi-News
    • Event-Tipps
    • Veranstaltungskalender
    • Kino & TV
    • Horoskop
    • Gaming-News
    Verbrauchertipps
    • Ausbildung & Karriere
    • Ernährung
    • Auto & Verkehr
    • Reisen
    • Gesundheit
    • Wohnen & Garten
    • Familie
    • Digitales & Technik
    • Wirtschaft
    • Blitzer
    • Benzinpreise
  • Gewinnspiele
  • Service
    • E-Paper
    • Prospekte
    • Amtsblätter
    • Kleinanzeigen
    • Werben mit BLICK.de
    • Ansprechpartner
    • BLICK nicht erhalten?
    • Magazine
    • Stellenausschreibungen
  • Erfahrungen
    Anzeige
BLICK.de auf Instagram BLICK.de auf Facebook BLICK.de auf Youtube BLICK.de auf TikTok BLICK.de auf WhatsApp
  1. Deutschland & Welt
  2. Imamoglu-Prozess: Erdogan-Rivale wird Spionage vorgeworfen

Imamoglu-Prozess: Erdogan-Rivale wird Spionage vorgeworfen

Istanbuls ehemaliger Bürgermeister Ekrem Imamoglu steht erneut vor Gericht, die Anklage lautet "politische Spionage" - die Opposition spricht von politischer Motivation hinter dem Verfahren.

Von dpa
11.05.2026, 16:43 Uhr
Auf Facebook teilen Inhalt teilen Auf WhatsApp teilen
BLICK.de auf Google News folgen
  • Imamoglu-Prozess: Erdogan-Rivale wird Spionage vorgeworfen - Der ehemalige Bürgermeister Ekrem Imamoğlu steht in zwei Prozessen gleichzeitig vor Gericht. (Archivbild)
    Der ehemalige Bürgermeister Ekrem Imamoğlu steht in zwei Prozessen gleichzeitig vor Gericht. (Archivbild) Bild: Emrah Gurel/AP/dpa
Istanbul

Der abgesetzte Istanbuler Bürgermeister Ekrem Imamoglu steht in der Türkei in einem weiteren Prozess vor Gericht. Die Istanbuler Staatsanwaltschaft wirft ihm und drei weiteren Angeklagten nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur Anadolu "politische Spionage" vor. Demnach sollen Informationen aus der Istanbuler Stadtverwaltung an ausländische Geheimdienste weitergegeben worden sein, um den Wahlkampf zugunsten der Oppositionspartei CHP zu beeinflussen. Allen vier Beschuldigten drohen Haftstrafen bis zu 20 Jahren, sie befinden sich derzeit in Untersuchungshaft. Die Angeklagten streiten die Vorwürfe ab. 

Imamoglu: "Anklageschrift ist ein regelrechter Rechtsmord"

Der ehemalige Bürgermeister Imamoglu kritisierte die Anklage gegen ihn und andere Mitarbeiter der Stadtverwaltung als Verleumdung. Sie sei getrieben von einer Mentalität der Angst um den eigenen Posten und vor einer potenziellen Niederlage im politischen Wettbewerb. Laut der oppositionellen Tageszeitung "Cumhuriyet" nannte Imamoglu die Anklageschrift "einen regelrechten Rechtsmord." 

Imamoglu war 2019 erstmalig zum Bürgermeister der Millionenmetropole Istanbul gewählt worden, im März vergangenen Jahres wurde er wegen Korruptionsvorwürfen inhaftiert und als Bürgermeister abgesetzt. Außerdem wurde ihm sein Universitätsdiplom aberkannt - Voraussetzung für eine Präsidentschaftskandidatur. Er gilt als aussichtsreicher Herausforderer des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan.

Die Opposition hält die Verfahren gegen Imamoglu für politisch motiviert und sieht sie als Versuch, den Rivalen vom politischen Wettbewerb auszuschließen. Die Regierung weist das zurück. Das Vorgehen gegen Imamoglu hatte landesweite Proteste ausgelöst.

Zahlreiche Verfahren

Auch der Hauptprozess gegen Imamoglu ging weiter und wurde zeitgleich in einem weiteren Gerichtssaal des Gefängniskomplexes Silivri verhandelt. In diesem Verfahren drohen Imamoglu mehr als 2.000 Jahre Haft. Ihm und mehr als 400 weiteren Angeklagten wird die Bildung einer kriminellen Vereinigung und Korruption vorgeworfen. Der Prozess startete im März. 

Auf das parallel stattfindende Verfahren nahm Imamoglu in seiner Verteidigung ebenfalls Bezug und erklärte, alle diese Verfahren seien rein politisch und würden zum Nachteil des Volkes durchgeführt, aus eigennützigen Motiven. Die anklagende Partei sei der eigentliche Adressat, zitierte die Zeitung "Cumhuriyet" den Politiker. 

Vorwurf politische Spionage

In der Anklageschrift wird Imamoglu, seinem Wahlkampfberater Necati Özkan, dem Geschäftsmann Hüseyin Gün sowie dem Journalisten Merdan Yanardag vorgeworfen, ein kriminelles Netzwerk betrieben und Daten von türkischen Bürgern an ausländische Geheimdienste weitergegeben zu haben. Das Ziel dahinter sei die Beeinflussung des Wahlkampfes 2019 gewesen, bei dem die größte Oppositionspartei CHP das Bürgermeisteramt von Istanbul gewann. Zuvor hatte die AKP die Stadt 15 Jahre lang regiert. 

Die Staatsanwaltschaft wirft Imamoglu konkret vor, Anweisungen zur Datenerhebung gegeben zu haben, deren Analysen an ehemalige Mitarbeiter von CIA und Mossad weitergeleitet worden seien sollen. Sein Wahlkampfberater Özkan soll vertrauliche Daten über das Portal der Stadtverwaltung gesammelt und an den Geschäftsmann Gün weitergegeben haben. 

Geschäftsmann hält Vorwürfe für haltlos

Die Angeklagten stritten die Vorwürfe im Spionageprozess beim ersten Verhandlungstermin ab. Zunächst ließ sich der Geschäftsmann Hüseyin Gün ein. Gegen ihn erhobene Spionageanschuldigungen seien "nichts weiter als eine haltlose Verleumdung, die auf einer alten Feindschaft und Eifersucht beruht", meldete die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu. 

Gün gilt laut Anklage als Hauptkontakt zu ausländischen Geheimdiensten; zudem soll er Desinformationskampagnen organisiert haben, um die Regierung zu diskreditieren und Imamoglu den Weg zur CHP-Führung und Präsidentschaft zu ebnen. Außerdem wirft die Staatsanwaltschaft ihm vor, den Journalisten Yanardag, Chefredakteur des oppositionellen Senders Tele1, bezahlt zu haben, um mediale Unterstützung zu sichern. Wie die oppositionelle Zeitung Cumhuriyet berichtet, sagte Gün dazu vor Gericht: "Mein Ziel war es, Herrn Yanardag meine Gedanken mitzuteilen. Weder eine Anweisung noch eine Bitte noch ein Befehl – das steht mir nicht zu".

Für den Sender Tele1 war im Oktober vergangenen Jahres nach der Festnahme von Yanardag ein Zwangsverwalter eingesetzt worden, nun soll der Sender versteigert werden.

Der Prozess soll am Dienstag, 12. Mai, fortgesetzt werden.

Habt ihr eine Meinung zu diesem Artikel oder einen Fehler entdeckt? Dann weist uns gern darauf hin.

Copyright dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH

Auch interessant für dich

  • Neue Proteste in der Türkei - Polizei setzt Wasserwerfer ein - Die Polizei versucht, die Demonstranten zurückzudrängen.
    Nach Absetzung von CHP-Chef

    Neue Proteste in der Türkei - Polizei setzt Wasserwerfer ein

  • Opposition in Aufruhr – Wie geht es in der Türkei weiter? - Özgür Özel trotzt dem Regen und seiner Absetzung als Parteichef
    Nach Absetzung von CHP-Chef

    Opposition in Aufruhr – Wie geht es in der Türkei weiter?

  • Prozess um Swift-Konzerte: 15 Jahre Haft für Islamisten - Der Hauptangeklagte im Prozess um abgesagte Swift-Konzerte erhielt 15 Jahre Haft
    Terrorismus

    Prozess um Swift-Konzerte: 15 Jahre Haft für Islamisten

  • Istanbul
  • Staatsanwaltschaft
  • Türkei
  • Alle Themen
Newsletter abonnieren

Meistgelesen

  • 1.Erzgebirge

    Unfall auf Bahnstrecke nahe Schwarzenberg: 31 Menschen nach Kollision mit PKW aus Zug evakuiert
  • 2.Sachsen

    Vollsperrung der A4: Wichtiger Abschnitt ab Montag zeitweise lahmgelegt
  • 3.Zwickau

    Finale - Limbacher Erdbeerfeld startet in letzte Saison

Prospekte & Magazine


Blick
Kooperationspartner
Online Rezept Erfahrungen Wettanbieter Vergleich einfach-sparsam.de Girokonto Vergleich Tradingerfahrungen Lotto Erfahrungen Produktvergleich
Weitere Angebote
CMD - Centrale Medien Dienste Freie Presse Buchprogramm Freie Presse Mediengruppe WVD Dialog Marketing Liebe in Sachsen Mein Gedenken erzgebirge.de Freie Presse Meine Reise Mein Ticket Mein Shop Mein Job
Themen
Kulturhauptstadt 2025 MotoGP Sachsenring Weihnachten Organisationen Schlagworte Ereignisse Personen Produkte Orte
Autorenprofile Newsletter Service Archiv Kontakt Impressum Haftungsausschluss Datenschutzerklärung Datenschutzeinstellungen
BLICK.de auf Instagram BLICK.de auf Facebook BLICK.de auf Youtube BLICK.de auf TikTok BLICK.de auf WhatsApp
© 2026 Verlag Anzeigenblätter GmbH Chemnitz
FreiePresse Mediengruppe Logo