blick.de - News, Events und Lifestyle
Spiele
E-Paper
    Region
    • Chemnitz
    • Erzgebirge
    • Mittelsachsen
    • Vogtland
    • Zwickau
    • Dresden
    • Leipzig
    • Sachsen
    • Bilder
  • Deutschland & Welt
  • Good News
  • Blaulicht
  • Sport
    • Allgemein
    • Fußball-WM 2026
    • Motorsport
    • Niners Chemnitz
      Niners Chemnitz
    • Chemnitzer FC
      Chemnitzer FC
    • FC Erzgebirge Aue
      FC Erzgebirge Aue
    • FSV Zwickau
      FSV Zwickau
    • Eispiraten Crimmitschau
      Eispiraten Crimmitschau
    • EHV Aue
      EHV Aue
    • VFC Plauen
      VFC Plauen
    • BSV Sachsen Zwickau
      BSV Sachsen Zwickau
    Community
    • Tipp der Woche
      Neu
    • Leserreporter
    • Mein Verein
    • Haustierliebe
    • Tattoo-Model
    • Capyversum
    • Einblick der Redakteure
    • Partypixx
    • Quizze & Spiele
    Unterhaltung
    • Promi-News
    • Event-Tipps
    • Veranstaltungskalender
    • Kino & TV
    • Horoskop
    • Gaming-News
    Verbrauchertipps
    • Ausbildung & Karriere
    • Ernährung
    • Auto & Verkehr
    • Reisen
    • Gesundheit
    • Wohnen & Garten
    • Familie
    • Digitales & Technik
    • Wirtschaft
    • Blitzer
    • Benzinpreise
  • Gewinnspiele
  • Service
    • E-Paper
    • Prospekte
    • Amtsblätter
    • Kleinanzeigen
    • Werben mit BLICK.de
    • Ansprechpartner
    • BLICK nicht erhalten?
    • Magazine
    • Stellenausschreibungen
  • Erfahrungen
    Anzeige
BLICK.de auf Instagram BLICK.de auf Facebook BLICK.de auf Youtube BLICK.de auf TikTok BLICK.de auf WhatsApp
  1. Deutschland & Welt
  2. Nacktszene mit Kinski: Wenders zieht Film vorerst zurück

Nacktszene mit Kinski: Wenders zieht Film vorerst zurück

Regisseur Wim Wenders will seinen Film "Falsche Bewegung" vorerst nicht mehr zeigen. Schauspielerin Nastassja Kinski hätte besser beschützt werden müssen - "dafür bitte ich Dich um Entschuldigung".

Von dpa
03.06.2026, 16:57 Uhr
Auf Facebook teilen Inhalt teilen Auf WhatsApp teilen
BLICK.de auf Google News folgen
  • 1/3
    Nacktszene mit Kinski: Wenders zieht Film vorerst zurück - Regisseur Wim Wenders meldet sich in der Debatte zu Wort. (Archivbild)
    Regisseur Wim Wenders meldet sich in der Debatte zu Wort. (Archivbild) Bild: Soeren Stache/dpa
  • 2/3
    Nacktszene mit Kinski: Wenders zieht Film vorerst zurück - Schauspielerin Nastassja Kinski kritisiert die Szene. (Archivbild)
    Schauspielerin Nastassja Kinski kritisiert die Szene. (Archivbild) Bild: Hendrik Schmidt/dpa
  • 3/3
    Nacktszene mit Kinski: Wenders zieht Film vorerst zurück - Beim Deutschen Filmpreis ergriff er auf der Bühne das Wort. (Archivbild)
    Beim Deutschen Filmpreis ergriff er auf der Bühne das Wort. (Archivbild) Bild: Christoph Soeder/dpa
Berlin

Nach dem Streit um eine Nacktszene mit Schauspielerin Nastassja Kinski soll der Film "Falsche Bewegung" von Regisseur Wim Wenders vorerst nicht mehr gezeigt werden. Der Film werde aus allen aktuellen Auswertungsformen zurückgezogen, teilte die Wim Wenders Stiftung mit. Streaming-, TV- und Vertriebspartner würden dazu angewiesen, den Film nicht mehr öffentlich zugänglich zu machen.

In der Mitteilung bat Wenders um Entschuldigung. "Als einziger der damals für "Falsche Bewegung" handelnden Verantwortlichen, der noch da ist, sehe ich, dass Nastassja Kinski damals hätte besser beschützt werden müssen. Dafür bitte ich Dich um Entschuldigung, Nastassja, ohne Wenn und Aber".

"Die vielen Reaktionen, Hinweise und Gespräche der vergangenen Tage haben wesentlich dazu beigetragen, meinen Blick auf die damaligen Ereignisse weiter zu schärfen. Dafür bin ich dankbar." Es sei nötig, dass die Gesellschaft angemessene Umgangsweisen für strittige Filmwerke des 20. Jahrhunderts finde und sich neuen Lernprozessen und Perspektiven stelle.

Worum es bei dem Fall geht

"In dieser wichtigen Debatte werden wir einen breiten Austausch suchen – mit der Deutschen Filmakademie, dem DFF – Deutsches Filminstitut & Filmmuseum, mit weiteren Filmerbe-Institutionen und anderen generationsübergreifenden Gruppen", hieß es weiter. "Erst danach, auch wenn es länger dauern sollte, und nachdem wir eine einvernehmliche Lösung, auch in Absprache mit Nastassja Kinski, haben vorlegen können, werden wir den Film wieder freigeben."

  • Nacktszene mit Kinski: Wenders zieht Film vorerst zurück - Schauspielerin Nastassja Kinski kritisiert die Szene. (Archivbild)
    Schauspielerin Nastassja Kinski kritisiert die Szene. (Archivbild) Bild: Hendrik Schmidt/dpa

Hintergrund ist ein Streit um eine Szene im Film "Falsche Bewegung" aus dem Jahr 1975, in der die damals 13-jährige Kinski mit nacktem Oberkörper gezeigt wird. Ein Mann ohrfeigt sie und streichelt dann ihr Gesicht. Kinski trägt in dieser Szene lediglich eine Unterhose.

Die Schauspielerin bittet Wenders laut eigenen Angaben seit Jahren, die rund zweiminütige Szene zu entfernen. Der "Süddeutschen Zeitung" sagte sie kürzlich: "Obwohl ich mit 13 noch nicht so viel wusste, habe ich schon gemerkt, dass das nicht in Ordnung war".

Was Wenders bisher sagte

Wenders hatte vergangene Woche beim Deutschen Filmpreis gesagt, er würde die Szene "heute nie mehr so machen". Seinem damaligen jungen Ich könne er aber keinen Vorwurf machen. Er habe einen Film in seiner Zeit gemacht. Doch es ergebe sich eine Frage, die alle Filmschaffenden angehe: "Wie geht man mit Filmerbe um?"

Dürfe und solle man eine Szene schneiden, wenn sie einer Schauspielerin - "die ich sehr verehrt habe und verehre" - weh tue? "Kann man einen Film im Nachhinein kürzen?", fragte Wenders bei der Gala in Berlin. Der Regisseur bat die Deutsche Filmakademie auch damals um eine Debatte.

Kinskis Anwalt Christian Schertz hatte gesagt, dass Wenders ein persönliches Gespräch mit Kinski zu der Szene "bereits seit Jahren verweigert" habe. Vor der jetzigen Mitteilung von Wenders hatte er den Übergang zu formalen juristischen Schritten angekündigt.

Die Mitteilung des Filmemachers begrüßte er nun. "Sie ist allerdings auch längst überfällig gewesen", sagte Schertz. "Ich bedauere zudem, dass das erst in Folge des öffentlichen Drucks erfolgte, nachdem er in seiner Rede auf dem Deutschen Filmpreis zunächst versucht hat, die Verantwortung abzugeben, und das Ansinnen von Nastassja Kinski indirekt als Zensur bewertete, was wirklich infam war."

"Man muss an dieser Stelle nochmal betonen, dass zuvor sämtliche Bemühungen von Frau Kinski und mir über mehr als zehn Jahre gescheitert waren, sie hierzu anzuhören", fuhr er fort. "Zudem muss man natürlich abwarten, was jetzt konkret das Gesprächsangebot beinhaltet."

"Schneide diese verdammten zwei Minuten raus"

Der Umgang mit der Szene und Wenders' Rede führte zu Debatten in der Filmbranche und darüber hinaus. Feministin Alice Schwarzer etwa forderte den Filmemacher auf, die Szene aus dem Film zu entfernen. "Wim: Höre auf zu reden – und handle! Schneide endlich diese verdammten zwei Minuten raus aus deinem Film!", schrieb sie in der Zeitschrift "Emma".

  • Nacktszene mit Kinski: Wenders zieht Film vorerst zurück - Beim Deutschen Filmpreis ergriff er auf der Bühne das Wort. (Archivbild)
    Beim Deutschen Filmpreis ergriff er auf der Bühne das Wort. (Archivbild) Bild: Christoph Soeder/dpa

Mit Filmen wie "Der Himmel über Berlin", "Buena Vista Social Club" und "Perfect Days" ist Wenders einer der angesehensten Filmemacher Deutschlands geworden. Mit Kinski hatte er auch das Roadmovie "Paris, Texas" gedreht. Die Deutsche Filmakademie verlieh ihm den diesjährigen Ehrenpreis.

Welche Szenen noch umstritten sind

Kinski war schon beim Tatort "Reifezeugnis" aus dem Jahr 1977 gegen eine Nacktszene vorgegangen. Damals verkörperte sie als Jugendliche eine Schülerin, die ein Verhältnis mit ihrem Lehrer hat. Ihr Anwalt Schertz bestätigte, dass es bei dem Film von Wolfgang Petersen eine Einigung mit dem NDR gab, ohne Details zu nennen. Auch der NDR äußerte sich nicht weiter.

Es ist nicht das erste Mal, dass Schauspielerinnen und Schauspieler im Nachhinein problematische Dreharbeiten und sexualisierte Darstellungen kritisieren. Als große Entgleisung gilt bis heute eine Sexszene zwischen Marlon Brando und Maria Schneider in Bernardo Bertoluccis Film "Der letzte Tango in Paris" (1972). Später sagte Schneider: "Ich fühlte mich verletzt und, um ehrlich zu sein, ein wenig fühlte ich mich auch vergewaltigt, und zwar durch beide, Marlon und Bertolucci."

Ein weiteres prominentes Beispiel ist die US-amerikanische Schauspielerin Brooke Shields, die im Alter von 14 Jahren in "Die blaue Lagune" (1980) einen Teenager verkörperte, der zum ersten Mal Sex hat. Später kritisierte sie in einer Doku, dass der Film damals ihr sexuelles Erwachen ausgenutzt habe.

Habt ihr eine Meinung zu diesem Artikel oder einen Fehler entdeckt? Dann weist uns gern darauf hin.

Copyright dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH

Auch interessant für dich

  • Improvisationsgenie des Jazz: Sonny Rollins gestorben - Der Jazz-Saxofonist Sonny Rollins ist im Alter von 95 Jahren gestorben. (Archivbild)
    Musik

    Improvisationsgenie des Jazz: Sonny Rollins gestorben

  • Schwarzer an Wenders: Schneide endlich die zwei Minuten raus - Alice Schwarzer richtet in der von ihr gegründeten Zeitschrift "Emma" deutliche Worten an Wim Wenders. (Archivbild)
    Appell an Filmemacher

    Schwarzer an Wenders: Schneide endlich die zwei Minuten raus

  • Klare Völler-Ansage: Keine politischen Aktionen bei der WM - Rudi Völler: "Wir sind da, um eine Weltmeisterschaft zu spielen. Das geht vor."
    Fußball-Nationalmannschaft

    Klare Völler-Ansage: Keine politischen Aktionen bei der WM

  • Deutscher Filmpreis geht an "In die Sonne schauen" - In Berlin wurde der Deutsche Filmpreis verliehen.
    Film

    Deutscher Filmpreis geht an "In die Sonne schauen"

  • "Ein wunderbarer Mensch": Michael J. Fox wird 65 - Der Schauspieler wird 65. (Archivbild)
    "Zurück in die Zukunft"

    "Ein wunderbarer Mensch": Michael J. Fox wird 65

  • Berlin
  • Alle Themen
Newsletter abonnieren

Meistgelesen

  • 1.Erzgebirge

    Nach Verfolgungsfahrt in Schwarzenberg und Lauter: Fahrer nach Unfall auf B101 weiterhin flüchtig
  • 2.Leipzig

    Feuerwehrmann bei Einsatzfahrt geblitzt: Außergewöhnliches Verfahren sorgt für Aufsehen am Amtsgericht Eilenburg
  • 3.Erzgebirge

    Unfall in Lauter-Bernsbach: Kind nach Zusammenstoß mit PKW schwer verletzt

Prospekte & Magazine


Blick
Kooperationspartner
Online Rezept Erfahrungen Wettanbieter Vergleich einfach-sparsam.de Girokonto Vergleich Tradingerfahrungen Lotto Erfahrungen Produktvergleich
Weitere Angebote
CMD - Centrale Medien Dienste Freie Presse Buchprogramm Freie Presse Mediengruppe WVD Dialog Marketing Liebe in Sachsen Mein Gedenken erzgebirge.de Freie Presse Meine Reise Mein Ticket Mein Shop Mein Job
Themen
Kulturhauptstadt 2025 MotoGP Sachsenring Weihnachten Organisationen Schlagworte Ereignisse Personen Produkte Orte
Autorenprofile Newsletter Service Archiv Kontakt Impressum Haftungsausschluss Datenschutzerklärung Datenschutzeinstellungen
BLICK.de auf Instagram BLICK.de auf Facebook BLICK.de auf Youtube BLICK.de auf TikTok BLICK.de auf WhatsApp
© 2026 Verlag Anzeigenblätter GmbH Chemnitz
FreiePresse Mediengruppe Logo