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Paris Hilton kämpft für Opfer von Deepfake-Pornografie

Die Hotelerbin schildert offen, wie die Veröffentlichung intimer Bilder sie als junge Frau belastet hat. In der US-Hauptstadt fordert sie nun mehr Schutz für Opfer von KI-manipulierter Pornografie.

23.01.2026, 15:31 Uhr
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    Paris Hilton kämpft für Opfer von Deepfake-Pornografie - An der Pressekonferenz vor dem US-Kongress nahmen neben Paris Hilton auch die linke Kongressabgeordnete Alexandria Ocasio-Cortez und andere Politiker teil.
    An der Pressekonferenz vor dem US-Kongress nahmen neben Paris Hilton auch die linke Kongressabgeordnete Alexandria Ocasio-Cortez und andere Politiker teil. Foto: Allison Robbert/AP/dpa
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    Paris Hilton kämpft für Opfer von Deepfake-Pornografie - US-Realitystar Paris Hilton will die Rechte von Opfern von KI-generierten pornografischen Inhalten stärken.
    US-Realitystar Paris Hilton will die Rechte von Opfern von KI-generierten pornografischen Inhalten stärken. Foto: Allison Robbert/AP/dpa
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    Paris Hilton kämpft für Opfer von Deepfake-Pornografie - Nach Washington begleitet wurde Hilton von ihrem Ehemann Carter Reum.
    Nach Washington begleitet wurde Hilton von ihrem Ehemann Carter Reum. Foto: Allison Robbert/AP/dpa
Washington

Mit sehr persönlichen Worten hat US-Realitystar Paris Hilton in Washington für einen Gesetzesentwurf geworben, der Opfern von KI-generierter Pornografie mehr rechtlichen Schutz geben soll. Die 44-Jährige sprach dabei mit dunkler Sonnenbrille und bewegter Stimme über ihre eigene Erfahrung mit der Verbreitung intimer Bilder. Anfang der 2000er Jahre hatten Aufnahmen Hiltons beim Sex mit ihrem damaligen Freund international für Aufsehen gesorgt.

"Als ich 19 Jahre alt war, wurde ein privates, intimes Video von mir ohne meine Zustimmung mit der ganzen Welt geteilt", sagte Hilton während einer Pressekonferenz vor dem US-Kongress. "Die Leute nannten es einen Skandal. Das war es nicht. Es war Missbrauch." Damals habe es keine Gesetze gegeben, um sie zu schützen. Es habe nicht einmal Worte für das gegeben, was ihr angetan worden sei. "Das Internet war noch neu, ebenso wie die Grausamkeit, die damit einherging." 

  • Paris Hilton kämpft für Opfer von Deepfake-Pornografie - US-Realitystar Paris Hilton will die Rechte von Opfern von KI-generierten pornografischen Inhalten stärken.
    US-Realitystar Paris Hilton will die Rechte von Opfern von KI-generierten pornografischen Inhalten stärken. Foto: Allison Robbert/AP/dpa

Es sei eine schwierige, einsame Zeit gewesen, schilderte Hilton. "Sie beschimpften mich. Sie lachten und machten mich zum Gespött. Sie verkauften mein Leid für Klicks und sagten mir dann, ich solle still sein, weitermachen und sogar dankbar für die Aufmerksamkeit sein." 

Der Gesetzesentwurf, für den sich die Hotel-Erbin einsetzt, heißt "Defiance Act" und lässt sich mit "Trotz" übersetzen. Das Gesetz soll Opfern das Recht geben, juristisch gegen Ersteller und Verbreiter von Deepfake-Pornografie vorzugehen, also von pornografischen Inhalten, die mit KI kreiert wurden und täuschend echt wirken. Der US-Senat hat bereits zugestimmt, nun muss das Repräsentantenhaus sein Okay geben. 

"Deepfake-Pornografie ist zu einer Epidemie geworden"

Hilton berichtete, dass inzwischen mehr als "100.000 explizite Deepfake-Bilder" von ihr kursierten. "Früher musste jemand dein Vertrauen missbrauchen und dir etwas Reales stehlen. Heute braucht es nur noch einen Computer und die Fantasie eines Fremden. Deepfake-Pornografie ist zu einer Epidemie geworden." An der Pressekonferenz nahmen die linke Kongressabgeordnete Alexandria Ocasio-Cortez und andere Politiker teil. 

 

  • Paris Hilton kämpft für Opfer von Deepfake-Pornografie - Nach Washington begleitet wurde Hilton von ihrem Ehemann Carter Reum.
    Nach Washington begleitet wurde Hilton von ihrem Ehemann Carter Reum. Foto: Allison Robbert/AP/dpa

Begleitet wurde die Urenkelin von Hotel-Magnat Conrad Hilton von ihrem Ehemann Carter Reum. Das frühere "It-Girl" ist auch Geschäftsfrau, Aktivistin und Sängerin - und zudem zweifache Mutter. Vor etwa vier Jahren heiratete sie den Unternehmer Reum, Söhnchen Phoenix und Tochter London kamen 2023 per Leihmutterschaft zur Welt. Hilton hat bereits früher in Washington strengere Regeln im Kampf gegen Missbrauch in Jugendeinrichtungen gefordert - und auch damals ihre eigenen Missbrauchserfahrungen an derartigen Orten beschrieben.

Habt ihr eine Meinung zu diesem Artikel oder einen Fehler entdeckt? Dann weist uns gern darauf hin.

Copyright dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH

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