Am bevorstehenden Wochenende startet die Internationale Deutsche Enduro Meisterschaft (DEM) in ihre Saison 2025. Am Samstag und Sonntag, dem 1. und 2. März, steht bei der 46. Int. Uelsener ADAC Geländefahrt in und um Itterbeck in Niedersachsen (unweit der deutsch-niederländischen Grenze) sogleich ein Doppellauf auf dem Programm, sprich zwei Fahrtage mit separater Tageswertung für die Meisterschaft. Insgesamt umfasst der Kalender auf Grund weiterer Doppelveranstaltungen sieben Fahrtage, sodass Problemrennen für die Aktiven schwer wiegen. „Rund um Zschopau“ ist in diesem Jahr nicht im Kalender, weil hier vom 17. bis 19. Oktober die Enduro-Weltmeisterschaft mit ihrem Finale 2025 wieder zu Gast sein wird.
Stark vertreten wird bei der DEM traditionell wieder der westsächsische Regierungsbezirk Chemnitz sein. So gehen allein in den fünf Meisterschaftklassen E1, E2, E3, Junioren 1 (J1) und Junioren 2 (J2) 15 Fahrer, und damit fast ein Drittel aller deutschen Piloten, aus dem Erzgebirge, Mittel- und Westsachsen oder dem Vogtland an den Start.
Kann Jeremy Sydow seine Erfolgsserie fortsetzen?
Als Top-Favorit in allen Belangen gilt wieder Jeremy Sydow. Der Chemnitzer gewann im vorigen Jahr bei allen Läufen sowohl seine Klasse E1 wie auch die klassenübergreifende Championatswertung und wurde demzufolge überlegener Doppel-Meister. Zudem ist der Ex-Motocross-WM-Pilot inzwischen auch mit allen Enduro-Wassern gewaschen. So wurde er im Vorjahr in der kleinsten Hubraumklasse E1 WM-Fünfter.
Sein Hauptkonkurrent dürfte wieder sein Ex-Teamkollege Luca Fischeder aus Geringswalde sein, der seiner Sammlung nicht nur einen weiteren Titel in der Klasse E3 hinzufügen, sondern auch „Overall“ bei der Titelvergabe ein gewaltiges Wörtchen mitreden will.
Ähnliche Ambitionen hat dessen Trainingspartner und Stallgefährte beim Frohburger Neubert Racing Team, Edward „Eddi“ Hübner aus Penig. Der nur noch bis Samstag 36-Jährige nennt wie Luca Fischeder bereits sechs DM-Titel sein eigen und zählt sich längst nicht zum alten Eisen. Dennoch dürfte es für ihn, realistisch betrachtet, vorrangig um die Klassenmeisterschaft in der mittleren Hubraum-Klasse E2 gehen.
Nach einem von Verletzungen gekennzeichneten Seuchen-Jahr 2024 kehren auch der neunfache Champion Andreas Beier aus Chemnitz und der Neu-Dittmannsdorfer Florian Görner in die DEM mit großen Erwartungen zurück. Während Andy Beier gleichzeitig in die E1 zurückkehrt, bleibt „Flo“ Görner der E3 treu.
Sächsische Masse und Klasse
Die weiteren sächsischen Starter sind in der E1 Kevin Nieschalk aus Pockau-Lengefeld, der Reinsdorfer Arvid Meyer und der Drebacher Marc Neumann.
In der E2 vertreten des Weiteren Karl Weigelt aus Wolkenstein und Patrick Irmscher aus Dittersdorf in Niedersachsen die sächsischen Farben.
Eric Wirth aus Lengenfeld ist aus der B-Lizenz als E1B-Dritter 2024 in die DEM aufgestiegen und misst sich innerhalb dieser nun jedoch in erster Linie mit seinen direkten Kontrahenten in der E3.
In den Junioren-Klassen gehen zu den Genannten der Zschopauer Pascal Sadecki und Jeremy Nimmrich aus Gelenau in der J1 sowie der Marienberger Sky Maddox Dombrowski, Max Schäfer aus Geringswalde und Niclas Leon Kallmeyer aus Schindelbach auf Punktejagd.
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