Der fünfte Lauf zur siebenteiligen SuperEnduro-Weltmeisterschaft 2025/2026 ging am gestrigen Samstag in Budapest über die Bühne. Zum dritten und somit vorletzten Mal war dabei auch die Europameisterschaftsklasse „Europe“ im Programm.
Sachsenfeld lichtet sich
Nachdem im Dezember letzten Jahres im polnischen Gliwice (Gleiwitz) und vor allem bei der deutschen WM-Runde am 3. Januar in Riesa zahlreiche Sachsen mitmischten, waren in Ungarns Hauptstadt nur noch zwei Erzgebirger mit von der Partie – Florian Görner aus Dittmannsdorf und Kenny Riedel aus Zwönitz. Während Florian Görner nach den ersten beiden Veranstaltungen auf dem sehr guten achten Tabellenrang lag, hatte der Zwönitzer Kenny Riedel zuvor die Qualifikation für die beiden Wertungsläufe im Abendprogramm jeweils verpasst.
Dankbarer vierter Platz
Diesmal stellten sich nach 34 bzw. 28 Teilnehmern bei den ersten beiden Events nur 23 Fahrer der schwierigen Aufgabe, sich zunächst in den Trainings bzw. im Hoffnungslauf einen Platz unter der ersten 14 zu sichern und somit beim Kampf um die Punkte im „Main Event“ dabei zu sein. Diese Hürde war leider auch diesmal für Kenny Riedel zu hoch, doch Gefallen hat der erst 19-Jährige an dieser Sonderform des Enduro trotzdem gefallen und denkt, dass er im nächsten Winter einen neuen Versuch unternimmt. Als nächstes steht bei ihm nun erst einmal die Vorbereitung auf die im März beginnende Enduro-DM-Saison im Mittelpunkt.
Görner mit klarer Zielsetzung
Anders sieht es bei Florian Görner aus. Der 25-Jährige hatte seine Teilnahme am SuperEnduro-WM- und -EM-Finale Anfang März von seinem Abschneiden in Budapest abhängig gemacht. Nachdem er sich über den Hoffnungslauf wieder für beiden Hauptrennen qualifiziert hatte und mit seinem besten Tagesergebnis Rang vier zum dritten Mal ordentlich Punkte gesammelt hat, will er beim Indoor-Finale seinen nun siebenten Gesamtrang mindestens verteidigen. Nachdem er in Budapest in den beiden Heats einmal Neunter und einmal Vierter geworden war, hatte er so viele Punkte gesammelt, dass er sich vom achten auf besagten siebenten Tabellenplatz vor schob.
Schwarz-rot-goldene Glücksmomente
Nachdem „Flo“ Görner das Tagespodest knapp vberpasst hatte, sorgten zwei andere Deutsche für große schwarz-rot-goldene Momente. In der Junior-WM-Klasse gelang Milan Schmüser aus dem schleswig-holsteinischen Tensfeld beim vierten Saisonrennen der vierte Tagessieg. Er belegte im Budapester MVM Dome die Heat-Plätze eins, drei und eins, sodass er die WM-Tabelle nun mit 53 Punkten Vorsprung anführt. Klar, dass er damit auf einem guten Weg zum Titelgewinn ist.
Youth World Cup: Erstes Podest
Im Youth World Cup konnte Max Eppelmann aus Stadecken-Elsheim bei Mainz wegen des Mindestalters von 14 Jahren an den ersten beiden Saisonrennen noch nicht teilnehmen. Beim vorletzten Lauf vor Budapest im spanischen Bilbao war es endlich soweit, wobei er bei seinem Debüt mit Rang vier ein erstes starkes Achtungszeichen setzte. In der ungarischen Metropole toppte er dieses Ergebnis, indem er nach seinen zwei vierten Lauf-Plätzen als Gesamtdritter bereits erstmals auf ein SuperEnduro-Podest klettern durfte. Für Insider war das nicht die ganz große Überraschung, schließlich hatte er im Herbst 2025 in der US-amerikanischen Endurocross-Meisterschaft als 13-Jähriger und somit Jüngster der Geschichte zwei Meistertitel (EX Junior und EX Intermediate) abgeräumt. In der SuperEnduro-Youth-Tabelle kletterte er auf Rang neun.
Die nächste Bolt-Show
In der am meisten im Fokus stehenden Top-Klasse Prestige setzte Billy Bolt seine Siegesserie fort. Nachdem der Brite beim Saisonauftakt „nur“ einen der drei Heats nicht gewonnen hatte, holte er sich diesmal zum dritten Mal in Folge alle drei Heat-Siege, sprich das Punktemaximum. Denn auch das mit drei WM-Zählern garnierte vorgeschaltete Superpole-Einzelzeitfahren war wieder eine Beute für den Husqvarna-Treiber.
Deutsche Platzierung im Prestige-Feld
Aufs Tagespodest begleiteten ihn seine Landsmänner Mitch Brightmore und Jonny Walker. Der einzige Deutsche im Prestige-Feld, Tim Apolle aus Finne in Sachsen-Anhalt, belegte mit den Heat-Plätzen sieben, zehn und acht Tagesrang neun. Im Ranking liegt er weiter auf der zehnten Position
Blick auf die nächsten WM-Rennen
Als nächstes folgen die beiden WM-Läufe am 21. Februar in Belgrad sowie am 28. Februar in Newcastle. Das große Finale findet danach am 7. März im nordostfranzösischen Douai statt.
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