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Die Clubhouse-App: Wie kommst du rein und wie sieht es drinnen aus?

Social-Media Meine Erfahrungen mit dem App-Hype.

Seit gut einer Woche erfährt die neue App "Clubhouse" einen absoluten Hype. Ich erfuhr davon von einer Freundin in einem WhatsApp Gruppen-Chat, die mir daraufhin eine Einladung schickte. Ich las mir einige Artikel dazu durch und hatte daraufhin erst mal keine Lust der neuen Plattform beizutreten. Ein neues "soziales" Medium, für die man eine Einladung und ein IPhone benötigt und damit Menschen, die nicht die finanziellen Mittel und entsprechende Kontakte haben, der Zutritt erst mal verwehrt bleibt kann so cool und sozial nicht sein. Dazu kommt, dass die App rein auf Audio basiert, was nicht wirklich barrierefrei ist.

Ausgiebige Unterhaltungen mit fremden Menschen - verlockend, denn lange ist es her!

Clubhouse verspricht mir, diesem im letzten Jahr aufgrund der Schutzmaßnahmen in Zusammenhang mit dem Corona Virus angestauten Bedürfnis entgegen zu wirken. Außerdem bin ich neugierig, also folge ich der Einladung meiner Freundin. 

Wir alle haben bestimmt schon einmal gespürt, wie bedeutsam es ist "wie" eine Person etwas sagt, also wie maßgebend der Tonus der Sprache für eine inhaltliche Aussage ist. Durch die Art wie und in welchem Zusammenhang ich etwas sage und wie ich es erkläre, wird eine Information bzw. eine Meinung erst wirklich verständlich. Ein Aspekt, der in herkömmlichen sozialen Netzwerken wie Instagram und Twitter weitgehend auf der Strecke bleibt. Diese Netzwerke zeigen immer wieder, wie geschriebene Worte missverstanden und verdreht werden können.

Wie genau sieht der Club von innen aus?

Das Ganze läuft so ab: Menschen, denen man folgt, eröffnen einen "Raum" zu einem bestimmten Thema. Dort kann jeder beitreten, der möchte. Im Laufe der Konversation werden Menschen nacheinander "nach oben" geholt und teilen ihre Meinung zu dem Gesprächsthema. Die Beiträge sind meist qualitativ hochwertig und der Umgang untereinander absolut respektvoll. Natürlich gibt es auch problematische Beiträge, wie zum Beispiel die Causa Ramelow und Candy-Crush die vergangene Woche durch die Medien ging (googelt einfach :D).

Mein bisheriges Fazit also lautet: Der Name "Clubhouse" sagt sehr wenig über die Dynamik der App aus. Es geht auf der Plattform sehr zivilisiert und respektvoll zu. Passend ist der Name jedoch, was die beschriebene Exklusivität der App angeht. Laut Aussage des jungen und noch sehr kleinen Entwickler-Teams arbeitet dieses bereits an einer Android-Version, dennoch kann dies noch dauern. Auch die Funktion, dass man eine Einladung für die App braucht, soll laut dem Team einem zu schnellen Nutzeranstieg entgegenwirken, um die Kontrolle zu behalten. Naja - vielleicht auch ein bisschen, um den Hype anzufachen. Das hat auf jeden Fall funktioniert - ich bin gespannt, wohin die Reise geht.