30 Jahre Restauration Festung Königstein: Eine Erfolgsgeschichte zwischen Geschichte und Genuss

Vom Wagnis zum Erfolg

Königstein

Ein runder Geburtstag hoch über der Elbe: Die Restauration Festung Königstein GmbH feierte am Dienstagabend ihr 30-jähriges Bestehen. In der stimmungsvoll erleuchteten Magdalenenburg blickten rund 150 Gäste – darunter Kultur- und Tourismusministerin Barbara Klepsch, Festungs-Geschäftsführer Dr. André Thieme, zahlreiche Wegbegleiter, Mitarbeiter und Partner – auf drei Jahrzehnte voller Engagement, Ideenreichtum und Leidenschaft zurück.

1995 die Gastronomie übernommen

Als Sven-Erik Hitzer im Frühjahr 1995 mit seinem Team die Gastronomie auf der Festung übernahm, war von der einstigen Bewirtung kaum etwas geblieben. Geschlossene Gasträume, entfernte Einrichtung, baupolizeiliche Sperrungen – ein Neuanfang auf schwierigstem Terrain. „Wir haben damals mit einfachsten Mitteln gearbeitet – Holzhütten, offenes Feuer, Brot, Braten und Bier. Es war ein Abenteuer, aber auch ein Aufbruch“, erinnert sich Napoleonküchersprünglich aus dem Eventbereich kommt und zuvor Mittelaltermärkte organisierte.

Aus Wagnis wurde Erfolgsgeschichte

Aus diesem Wagnis entstand in den folgenden Jahren eine beeindruckende Erfolgsgeschichte. Heute betreibt Hitzer mit seiner Restauration vier gastronomische Standorte auf dem Plateau – das historische „Zum Musketier“, das Offizierskasino mit seiner beliebten Festung & Bäckerei, die Napoleonküche an der Nordostfront mit Blick ins Elbtal sowie das Anno 1900. Über 60 Mitarbeitende sorgen hier ganzjährig für das kulinarische Erlebnis von rund 500.000 Gästen pro Jahr.

Fast zehn Millionen Euro investiert

„Wir haben in 30 Jahren fast zehn Millionen Euro in den Ausbau und die Infrastruktur investiert – alles aus eigenem Unternehmergeist heraus. Gleichzeitig hat der Freistaat als Eigentümer der Festung mit umfangreichen Sanierungen den Rahmen geschaffen, um dieses Ensemble dauerhaft erlebbar zu machen“, sagt Hitzer.

Offizielle Veranstaltung

Durch den offiziellen Teil der Jubiläumsveranstaltung führte Torsten Schmidt (Tec4You), der im Interview mit Hitzer die Entwicklung der vergangenen drei Jahrzehnte Revue passieren ließ. Auf einer großen Leinwand liefen Bilder aus den Aufbaujahren: improvisierte Küchen, erste Weihnachtsmärkte, Restaurierungen und Feste.

Grußwort der Ministerin

Ministerin Barbara Klepsch würdigte in ihrem Grußwort Hitzers Weitblick: „Er hat gezeigt, wie Unternehmertum, Kreativität und Heimatverbundenheit eine historische Stätte lebendig halten können.“

Enge Partnerschaften

Auch Dr. André Thieme, Geschäftsführer der Festung Königstein gGmbH seit 2022, betonte die enge Partnerschaft zwischen öffentlicher Hand und privatem Engagement: „Die Festung Königstein ist ein Ort, an dem Geschichte, Kultur und Gastlichkeit Hand in Hand gehen – das ist ihr Erfolgsrezept.“

Große Feier

Nach dem offiziellen Teil wurde gefeiert. Die Torsten Walther Band aus Leipzig sorgte mit elegantem Jazz für musikalischen Schwung, während Schnellzeichner Wolfgang Wündsch alias Eckensteher Nante den Gästen humorvolle Erinnerungen aufs Papier zauberte. Beim Buffet kamen ehemalige und aktuelle Mitarbeitende, Geschäftspartner und Freunde ins Gespräch – viele von ihnen Wegbegleiter der ersten Stunde.

Großes Projekt

Der Blick geht nun nach vorn: Mit der laufenden Sanierung der Alten Kaserne, Heimat des Restaurants „Zum Musketier“, steht ein großes Projekt an. Hitzer sieht darin keine Hürde, sondern eine Chance: „Wir nutzen die Bauzeit, um neue Konzepte zu entwickeln, die den Besuch auch in der Nebensaison attraktiver machen. Unser Ziel ist es, die Festung ganzjährig zu beleben – mit kulinarischen, kulturellen und touristischen Angeboten.“

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